Vitalik Buterin: "L2 in ihrer ursprünglichen Form macht keinen Sinn mehr"
In den letzten Tagen wurde die Krypto-Community durch eine Aussage des Ethereum-Gründers Vitalik Buterin aufgewühlt, der die ursprüngliche Vision von Layer-2-Lösungen (L2) für überholt erklärte. In seinem ausführlichen Post auf X erklärte Buterin, warum die "rollup-zentrierte Roadmap" aus dem Jahr 2020 nicht mehr mit der Realität von Ethereum im Jahr 2026 übereinstimmt. Diese Aussage löste eine Welle von Diskussionen, Rechtfertigungen und sogar Ablehnungen einiger Projekte aus, die die wachsenden Widersprüche im Ökosystem aufzeigten.
Was hat Vitalik gesagt?
Laut Buterin haben zwei Schlüsselfaktoren die Situation verändert: der langsame Fortschritt von L2 in Richtung Stufe 2 (vollständige Dezentralisierung) und die erfolgreiche Skalierung des Hauptnetzwerks (L1). "Die ursprüngliche Vision von L2 macht keinen Sinn mehr", schrieb er und erinnerte daran, dass L2 als "gebrandete Scherben" von Ethereum konzipiert wurden, um skalierbaren Raum zu bieten, der durch die Sicherheit des Hauptnetzwerks garantiert wird. Jetzt skaliert L1 jedoch selbst: Die Gebühren sind niedrig, und die Gaslimits sollen im Jahr 2026 deutlich erhöht werden.
"Wir brauchen kein weiteres EVM-Netzwerk mit einer Brücke zu Ethereum. Das Hauptnetzwerk skaliert. Der Grund für eine weitere Blockchain sollte etwas Neues sein: Privatsphäre, geringe Latenz, Effizienz für einen bestimmten Bedarf", bekräftigte Buterin in einem Update.
Er riet L2-Projekten, nach einem einzigartigen Wert zu suchen, der über eine einfache Skalierung hinausgeht: spezialisierte VMs für den Schutz der Privatsphäre, ultrahohe Leistung für Nischenanwendungen, ultraniedrige Latenz oder sogar eingebaute Orakel. Buterin unterstützte auch die Idee eines "nativen Rollup-Precompile", eines Precompilers in Ethereum zur Verifizierung von ZK-Proofs, der die Integration vereinfachen und L2 ohne Sicherheitsrat sicherer machen würde.
Reaktionen von L2-Projekten: "Heulen auf Twitter" und Verleugnungen
Die Erklärung löste eine Flut von Reaktionen aus. Steven Goldfeder, Mitbegründer von Offchain Labs (Entwickler von Arbitrum), reagierte mit einem ausführlichen Thread, in dem er die Rolle von L2 verteidigte.
"Arbitrum ist nicht Ethereum, aber es ist eine symbiotische Verbindung", schrieb er und betonte, dass L2 immer noch für die Anpassung, Herrschaft und Skalierung benötigt werden.
Goldfeder merkte an, dass selbst bei unendlicher L1-Skalierung Institutionen wie Coinbase oder Robinhood ihre eigenen Ketten für Compliance und Branding bevorzugen.
"Skalierung bleibt ein Wert von L2, letztes Wochenende haben Arbitrum und Base 1000 TPS überschritten, während Ethereum bei 40 TPS lag", fügte er hinzu und wies die Idee zurück, dass L1 jemals die kombinierte Skalierung von Dutzenden von L2 ersetzen wird.
Andere Reaktionen waren schärfer. Der Nutzer BREAD (verbunden mit Megaeth) beschuldigte Arbitrum, das Narrativ zu verändern: "Bist du das? L2 ist Ethereum", zitierte er alte Beiträge und deutete an, dass die Projekte nun Ethereum verleugnen, um ihr Gesicht zu wahren. In der Community auf X und Reddit werden Meinungen geäußert, dass L2 "Parasiten" auf Ethereum sind, die die Liquidität fragmentieren und Brückenrisiken ohne echte Dezentralisierung hinzufügen. Einige, wie Justin Bons, kritisieren L2 seit langem als eine schlechtere Alternative zur L1-Skalierung: "Schlechtere UX, Fragmentierung, höhere Gesamtgebühren."
Analysten von CoinDesk und Yahoo Finance merken an, dass Buterin L2 nicht für nutzlos erklärt, sondern ein Umdenken fordert: weg von der "L1-Erweiterung" hin zu Innovationen. " L2 muss einzigartige Funktionen bieten, sonst riskieren sie, obsolet zu werden",schreibt The Defiant.
Auswirkungen auf den Markt und die Zukunft
Buterins Aussage fiel mit der Volatilität des Marktes zusammen: Die Preise von L2-Token wie ARB (Arbitrum) und OP (Optimism) fielen innerhalb eines Tages um 5-10%, während ETH um 2% stieg. Analysten von Lookonchain vermuten, dass dies L2 in Richtung eines Fokus auf Privatsphäre oder App-spezifische Ketten drängen könnte, aber auch die Gefahr besteht, dass Institutionen, die ihr eigenes L1 bevorzugen, abgeschreckt werden.
In der Community gibt es viele Witze: "Lässt Vitalik L2 Edelsteine kurz vor der stärksten Altsaison fallen?" Aber im Ernst: Dies ist ein Zeichen für die Reife von Ethereum. Wenn L1 weiter skaliert (mit Plänen für Gaslimits), wird sich L2 weiterentwickeln oder in Nischen zurückziehen müssen. Wie MultiversX-Entwickler Robert Sasu bemerkte: "L2 sind keine Appchains, sie sind zentralisiert und lösen keine Nutzerprobleme."
Letztendlich, so betont Buterin: Ethereum ist ein erlaubnisfreies Ökosystem, in dem die Freiheit der Entwickler unweigerlich zu einer Vielfalt führen wird, die auch anfällige Lösungen beinhaltet. Die Frage ist, die Nutzer über die Risiken zu informieren und eine starke Basisschicht aufzubauen. Ob dies das Ende des "L2-Hypes" oder ein neuer Anfang ist, wird die Zeit zeigen.
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