Assassin's Creed-Serie auf Netflix mit neuen Darstellern kurz vor der Produktion
Die Netflix-Adaption von Assassin's Creed nimmt mit der Verpflichtung von zwei weiteren Schauspielern weiter Gestalt an, während sich das seit langem anstehende Projekt der Produktion nähert. Lola Petticrew und Zachary Hart haben sich der Live-Action-Serie angeschlossen, die auf Ubisofts Videospiel-Franchise basiert, und erweitern damit die Besetzung, die noch weitgehend durch die Geheimhaltung der Identitäten der Charaktere und der Einzelheiten der Geschichte definiert ist.
Petticrew, die für ihre Arbeit in Bloodlands und Trespasses bekannt ist, und Hart, der zuletzt unter anderem in Slow Horses zu sehen war, steigen in die Serie ein, wobei nur wenige Details über ihre Rollen bekannt sind. Laut Deadline wurde Hart als fester Bestandteil der Serie gecastet, was auf eine dauerhafte Präsenz in der ersten Staffel hindeutet. Weder Netflix noch Ubisoft haben bestätigt, welche historischen Figuren oder Originalcharaktere die Schauspieler verkörpern werden.
Die beiden neuen Darsteller gesellen sich zu Toby Wallace, der bereits als Co-Hauptdarsteller angekündigt wurde. Wallace, der die Hauptrolle in Eden spielte, bleibt der einzige Darsteller, der öffentlich im Zentrum der Geschichte steht. Netflix hat nicht klargestellt, wie das Ensemble strukturiert sein wird, obwohl frühere Berichte darauf hindeuten, dass die Serie nicht direkt eine einzelne Assassin's Creed-Spielhandlung adaptieren wird.
Dieser Ansatz steht im Einklang mit Ubisofts breiterem Umgang mit der Franchise in Film und Fernsehen. Es wird erwartet, dass die Assassin's Creed-Serie eine originelle Geschichte erzählt, die sich in den etablierten Kanon der Reihe einfügt, anstatt Ereignisse aus bestehenden Titeln neu zu erzählen. Die Charaktere werden neu sein und die Schauplätze werden historische Perioden erforschen, die in den Spielen noch nicht dargestellt wurden.

Bild: Alberto Rodriguez/Variety
Einem Bericht zufolge, der letzten Monat veröffentlicht wurde, wird die Serie im antiken Rom spielen und sich auf Figuren wie Kaiser Nero und den Philosophen Seneca den Jüngeren beziehen. Netflix hat den Zeitrahmen zwar nicht bestätigt, aber der Bericht untermauert die Vermutung, dass die Serie den historischen Rahmen des Franchises erweitern will, anstatt bekannte Epochen wie das Italien der Renaissance oder das Frankreich der Revolution wieder aufzugreifen. Dennoch bleibt Italien ein zentraler Punkt in den Produktionsplänen, da die Dreharbeiten dort voraussichtlich im nächsten Jahr beginnen werden.
Die Netflix-Adaption von Assassin's Creed wurde erstmals 2020 als Teil einer umfassenderen Vereinbarung zwischen der Streaming-Plattform und Ubisoft angekündigt. Die Vereinbarung umfasste Live-Action-, Animations- und Anime-Projekte, die mit dem Franchise verbunden sind, wobei die Live-Action-Serie die bekannteste und am langsamsten wachsende ist. Die Entwicklung hat sich über mehrere Jahre hingezogen, wobei der Wechsel in der kreativen Leitung und die lange Vorproduktion zu den Verzögerungen beigetragen haben.
Die Serie steht unter der Leitung von Roberto Patino und David Wiener, die als Schöpfer, Showrunner und ausführende Produzenten fungieren. Patino hat bereits an DMZ, Westworld und Sons of Anarchy gearbeitet, während Wiener an Halo, Homecoming und The Killing beteiligt war. Ihre Beteiligung positioniert die Serie als geerdeten Thriller und nicht als reines Effektspektakel, das mit den langjährigen Themen von Assassin's Creed - ideologische Konflikte und historische Manipulation - übereinstimmt.
Die Serie dreht sich um den verdeckten Krieg zwischen zwei geheimen Fraktionen, von denen die eine versucht, die Menschheit durch Kontrolle zu formen, während die andere für den Erhalt des freien Willens kämpft. Dieser Rahmen spiegelt den zentralen Konflikt zwischen den Templern und den Assassinen wider, der die Spiele bestimmt, obwohl die Fernsehversion darauf bedacht zu sein scheint, diese Ideen durch neue Charaktere und Ereignisse neu zu kontextualisieren.
Harts Besetzung fügt einen Schauspieler mit einer breiten Palette an Fernseh- und Bühnenerfahrung hinzu. Neben Slow Horses hat er unter anderem in Masters of the Air, The Witcher: Blood Origin, Peaky Blinders und Bodies. Derzeit dreht er die zweite Staffel der Netflix-Serie Black Doves und hat mehrere anstehende Projekte im britischen Fernsehen und Theater. Petticrew hat sich in der Zwischenzeit mit charakterorientierten Dramen einen Namen gemacht, was darauf hindeutet, dass die Serie eher auf Leistung als auf reines Spektakel setzt.
Die Assassin's-Creed-Reihe ist mit mehr als 230 Millionen verkauften Einheiten weltweit nach wie vor eines der wertvollsten Produkte von Ubisoft. Der Übergang zum Fernsehen folgt auf frühere Versuche, die Serie für den Film zu adaptieren, vor allem auf den Film von 2016 mit Michael Fassbender in der Hauptrolle. Die Pläne für eine Fortsetzung dieses Films wurden nach der Übernahme von Fox durch Disney aufgegeben, wodurch die Ambitionen des Franchises für die Leinwand zurückgestellt wurden.
Das Interesse von Netflix an Spieleverfilmungen ist in den letzten Jahren stetig gewachsen, unterstützt durch den Erfolg von Serien wie The Witcher. Assassin's Creed ist angesichts des Umfangs der Serie und der Erwartungen, die mit der Mythologie verbunden sind, ein riskanteres Unterfangen. Das langsame Tempo der Aktualisierungen hat die Geduld auf die Probe gestellt, aber die jüngsten Ankündigungen von Darstellern lassen darauf schließen, dass das Projekt endlich in eine konkretere Phase eintritt.
Mit dem voraussichtlichen Produktionsstart im Jahr 2026 werden wahrscheinlich weitere Casting-News und Bestätigungen des Settings folgen. Im Moment baut Netflix die Serie im Stillen weiter auf, indem es erkennbare Talente hinzufügt, während es die erzählerische Richtung streng kontrolliert.
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