EGW-NewsInoffizielle Webseite für Marvel Rivals-Kopfgeldjagden nach Sicherheitslücke offline – Spieler fordern NetEase zum Handeln auf
Inoffizielle Webseite für Marvel Rivals-Kopfgeldjagden nach Sicherheitslücke offline – Spieler fordern NetEase zum Handeln auf
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Inoffizielle Webseite für Marvel Rivals-Kopfgeldjagden nach Sicherheitslücke offline – Spieler fordern NetEase zum Handeln auf

Eine Drittanbieter-Website, die darauf ausgelegt war, Kopfgelder auf Störenfriede und Spielverderber in Marvel Rivals auszusetzen, ging am 22. Februar online, erntete sofort Kritik von Spielern und war innerhalb weniger Tage offline, nachdem unbefugt auf ihre Datenbank zugegriffen worden war.

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Die Website Intlist.org wurde von EchoRivals, einem Content-Creator von Marvel Rivals, ins Leben gerufen. Das Prinzip: Spieler setzen Kopfgelder auf diejenigen aus, die absichtlich Spiele verlieren. Andere Spieler melden sich daraufhin in den Spielen dieser Zielpersonen an und verlieren ebenfalls absichtlich, um sich zu rächen. Anschließend kassieren sie 80% des Kopfgeldes. Der Intlist.org-X-Account beschrieb das Ganze folgendermaßen:

„Setz ein Kopfgeld auf Störenfriede und Spielverderber aus.“

— und positionierte das System als eine von der Community getragene Lösung für ein Problem, das die Entwickler nicht angegangen sind.

Die Website unterstützte zum Start sieben Spiele, darunter Deadlock, Overwatch, Valorant, Counter-Strike 2, League of Legends, Dota 2 und Marvel Rivals. EchoRivals bezeichnete das Projekt als Reaktion auf jahrelanges, unkontrolliertes Störverhalten in kompetitiven Multiplayer-Spielen.

Die Reaktionen der Spieler ließen nicht lange auf sich warten und fielen überwiegend negativ aus. Der Hauptkritikpunkt: Ein System, das auf absichtlichem Verlieren basiert, isoliert keine Störenfriede, sondern verteilt den Schaden stattdessen auf vier zufällig ausgewählte Teammitglieder in der Lobby. Ein Reddit-Nutzer merkte an, der Start der Seite habe bereits Folgen gehabt – nur nicht die beabsichtigten – und warnte: „Jetzt geht es in jedem Spiel nur noch darum, dass die Leute sich gegenseitig die Spiele wegnehmen.“

Die Reaktion des Intlist-Teams auf diese Kritik erregte selbst Aufsehen. Als Spieler Bedenken hinsichtlich möglicher Kollateralschäden für unbeteiligte Teammitglieder äußerten, antwortete der Account:

„Kollateralschäden sind eine bedauerliche Realität des Krieges.“

Ein zweites Problem betraf die Verifizierung. Kritiker stellten infrage, ob die Seite über ein zuverlässiges Verfahren verfügte, um zu bestätigen, dass ein gemeldeter Spieler tatsächlich ein Spiel absichtlich verloren hatte, oder ob das System missbraucht werden könnte, um jeden ins Visier zu nehmen. Diese Befürchtungen verstärkten sich, als Berichte auftauchten, dass der bekannte Content Creator Jay3 auf der Liste der Auslober stand – ein Hinweis auf fehlende wirksame Sicherheitsvorkehrungen. Ich denke, das grundlegende Problem ist struktureller Natur: Ein System, das Menschen für das absichtliche Verlieren von Spielen bezahlt, kann nicht zwischen einem legitimen Ziel und einem Spieler unterscheiden, der einfach Pech hatte.

Das Drama um Kingsman265 – ein realer Vorfall, der sich auf Marvel Rivals auswirkte und eine Welle gezielter Sabotage im Spiel auslöste – hatte die Community bereits vor dem Start von Intlist stark belastet. Spieler berichteten von einem sprunghaften Anstieg manipulierter Spiele im Zusammenhang mit dieser Situation, und der Start der Website erfolgte in einem ohnehin schon angespannten Umfeld. Ein Reddit-Nutzer gab an, einen Großteil von Season 6 nicht mehr gespielt zu haben, da die Störungen das Spiel unspielbar gemacht hätten.

„Ich habe die gesamte sechste Staffel abgebrochen, weil es einfach unerträglich wurde. Ich kann nicht glauben, dass die Leute diesen Schwachsinn einen Monat später immer noch machen.“

Intlist war kurz nach dem Start offline. EchoRivals gab als Grund unbefugten Zugriff auf die Datenbank der Website durch eine Einzelperson an. Dabei wurden einige wenige E-Mail-Adressen im Zusammenhang mit Kopfgeld-Einträgen offengelegt. Laut EchoRivals wurden keine Passwörter, Zahlungsinformationen oder unverschlüsselte IP-Adressen gespeichert oder kompromittiert. Im Discord-Chat der Website wurde die Abschaltung als vorübergehend dargestellt; vor der Wiederinbetriebnahme seien Aktualisierungen geplant.

Einige Spieler argumentierten, dass das Kopfgeld-System einer Art subtilem Doxxing gleichkomme, unabhängig von den dahinterstehenden Absichten. Die Frage, warum NetEase kein effektiveres System zur Erkennung und Bestrafung von Störenfrieden implementiert hat, zog sich wie ein roter Faden durch die Kritik. Ein Nutzer auf X brachte den Verdacht deutlich zum Ausdruck und vermutete, dass die Zurückhaltung der Entwickler gewinnorientiert sei – denn Interaktion, selbst störende, halte die Spieler im Spiel.

Intlist hatte selbst einen bedingten Ausstieg angeboten: Die Seite versprach, freiwillig abgeschaltet zu werden, falls NetEase störende Spieler sperren und sein Matchmaking-System überarbeiten würde. NetEase hatte zuvor bestritten, Engagement Optimized Matchmaking zu verwenden, ein System, das laut Kritikern die Sitzungsdauer über Fairplay stellt.

Ob die Seite in ihrer jetzigen Form oder mit wesentlichen Änderungen zurückkehrt, die von ihr aufgeworfene Frage bleibt bestehen. Die Spieler erwarten vom Entwickler konkrete Maßnahmen, und solange diese ausbleiben, werden Experimente von Drittanbietern wie dieses die Lücke weiterhin füllen – wenn auch unvollkommen.

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Lesen Sie auch: Der Mid-Season-Patch für Marvel Rivals, Saison 6.5, erschien am 13. Februar 2026 und brachte einen neuen Charakter sowie Balance-Anpassungen für die Heldenauswahl. Der Patch ist umfangreicher als übliche Mid-Season-Updates, doch das Fehlen von Nerfs für allgemein als übermächtig geltende Helden hat Teile der Community frustriert.

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