Do Kwon wird zu 15 Jahren Gefängnis verurteilt: Die Zeitachse des Terra-Kollapses und seine Auswirkungen auf den Kryptomarkt
Der Mitbegründer von Terraform Labs, Do Kwon, wurde in den USA wegen Betrugs im Zusammenhang mit dem Zusammenbruch des Terra-Ökosystems im Jahr 2022 zu 15 Jahren Bundesgefängnis verurteilt. Dieses Gerichtsurteil in New York markierte den Höhepunkt einer mehrjährigen Untersuchung, die massive finanzielle Verluste für Investoren in Höhe von 40 bis 60 Mrd. USD aufdeckte und die Anfälligkeit von algorithmischen Stablecoins aufzeigte.
Vom Ingenieur bei IT-Giganten zum Krypto-Imperium
Der in Südkorea geborene Do Kwon begann seine Karriere als Software-Ingenieur bei Unternehmen wie Microsoft und Apple, wo er an der Softwareentwicklung arbeitete. 2016 gründete er sein erstes Startup, Anyfi, das sich auf dezentrale Kommunikationsnetzwerke konzentriert. Etwa zur gleichen Zeit beschäftigte sich Kwon mit Blockchain-Technologien und erkannte deren Potenzial für kommerzielle Anwendungen.

Im Jahr 2018 gründete er zusammen mit dem Unternehmer Daniel Shin Terraform Labs - ein Unternehmen, das ein benutzerfreundliches Blockchain-Zahlungssystem für die breite Masse schaffen soll. Unter Kwons Führung wurde das Terra-Ökosystem ins Leben gerufen, einschließlich des LUNA-Tokens und des algorithmischen Stablecoins UST, der durch Arbitrage-Mechanismen die Parität zum US-Dollar aufrechterhalten sollte. Auf ihrem Höhepunkt Anfang 2022 erreichten die Marktkapitalisierungen von UST und LUNA jeweils etwa 20 Milliarden US-Dollar, womit sie zu den 10 größten Münzen auf CoinMarketCap gehörten.
Der Terra-Zusammenbruch
Die Situation änderte sich im Mai 2022 dramatisch, als UST seine Bindung an den Dollar verlor. Dies löste eine Kettenreaktion aus: eine starke Abwertung von LUNA, Massenverkäufe und der vollständige Zusammenbruch des Ökosystems. Viele Analysten und Anleger vermuten, dass Marktmanipulationen von Sam Bankman-Fried (SBF), dem Gründer von FTX, dazu beigetragen haben könnten, doch gibt es dafür noch keine offizielle Bestätigung. Der Terra-Crash, gefolgt vom FTX-Zusammenbruch, wurde zu einem Schlüsselfaktor für den Abschwung des gesamten Kryptomarktes in der zweiten Jahreshälfte 2022, der den Anlegern weltweit Milliarden von Dollar entriss.
Schätzungen zufolge beliefen sich die Gesamtverluste auf 40 bis 60 Milliarden Dollar, wovon Tausende von Kleinanlegern betroffen waren. Dieses Ereignis untergrub nicht nur das Vertrauen in Stablecoins, sondern führte auch zu einer Welle von Insolvenzen in der Branche, darunter Three Arrows Capital und andere Hedgefonds.
Ermittlungen, Flucht und Verhaftung
Nach dem Zusammenbruch leiteten die Behörden in Südkorea und den USA Ermittlungen ein. Kwon wurde wegen Betrugs, Marktmanipulation, Geldwäsche und anderer Straftaten angeklagt. Im September 2022 stellte Interpol einen internationalen Haftbefehl gegen ihn aus. Kwon tauchte mehrere Monate lang unter und beteuerte in den sozialen Medien weiterhin seine Unschuld. Im März 2023 wurde er am Flughafen Podgorica in Montenegro festgenommen, als er versuchte, mit gefälschten Dokumenten, einem costaricanischen und einem belgischen Pass, auszufliegen.

Nach seiner Verhaftung folgte ein langwieriger Kampf um die Auslieferung: Südkorea und die USA wetteiferten um das Recht, Kwon vor Gericht zu stellen. Schließlich wurde er 2024 an die USA ausgeliefert, wo er sich im August 2025 in zwei Fällen des Betrugs schuldig bekannte.
Das Urteil: Härter als erwartet
Während der Anhörungen im südlichen Bezirk von New York beantragte die Staatsanwaltschaft im Rahmen eines Vergleichs 12 Jahre Gefängnis, während Kwons Anwälte auf fünf Jahre drängten. Bundesrichter Paul Engelmayer verhängte jedoch eine härtere Strafe von 15 Jahren - er nannte Kwons Verhalten "verwerflich" und betonte den enormen Schaden für die Opfer sowie seine Fluchtversuche.
"Dies ist einer der größten finanziellen Fehlschläge der jüngeren Geschichte", so der Richter.
Kwon werden 17 Monate Haft in einem montenegrinischen Gefängnis angerechnet, und nach Verbüßung der Hälfte seiner Haftzeit kann er zur weiteren Bestrafung nach Südkorea überstellt werden. Außerdem beschlagnahmte das Gericht Vermögenswerte im Wert von 19 Millionen Dollar.
Dieses Urteil dient als "anschauliche Mahnung" an die Kryptoindustrie über die Risiken, wie der Richter betonte. Auf X merkten Nutzer an, dass 15 Jahre eine relativ milde Strafe im Vergleich zu anderen hochkarätigen Betrugsfällen ist: Bernie Madoff erhielt beispielsweise 150 Jahre für 65 Milliarden Dollar und Allen Stanford 110 Jahre für 7 Milliarden Dollar. Einige spekulieren über ein mögliches "Terra 2.0" nach Kwons Entlassung im Alter von 50 Jahren.
Marktreaktion und Lehren für die Branche
Nach der Verurteilung am 11. Dezember 2025 fielen die mit Terra verbundenen Token - LUNC (ehemals LUNA) und USTC - um 8-9%, wobei die Stimmung weiter abnahm. LUNC wurde bei etwa 0,000041 US-Dollar gehandelt und war aufgrund eines bevorstehenden Prozesses in Korea vom Delisting bedroht. Der Zusammenbruch von Terra bleibt eines der schmerzhaftesten Ereignisse in der Kryptogeschichte und unterstreicht die Notwendigkeit einer strengen Regulierung von Stablecoins und Projekttransparenz.
Dieser Fall wird wahrscheinlich zukünftige Regulierungen beeinflussen: In den USA und der EU werden bereits strengere Regeln für algorithmische Vermögenswerte diskutiert. Für Anleger ist die Lektion einfach: Auch "stabile" Münzen können zusammenbrechen, wenn ihre Mechanismen dem Marktdruck nicht standhalten.
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