Bis zu 6 Billionen Dollar könnten von Banken in Stablecoins fließen
Laut Brian Moynihan, CEO der Bank of America, könnten bis zu 6 Billionen Dollar aus dem US-Bankensystem abfließen, wenn Stablecoins Zinsen zahlen dürfen - das sind 30-35% aller Geschäftsbankeinlagen. Diese Zahl basiert auf Untersuchungen des US-Finanzministeriums, die auf einen potenziellen massiven Abfluss von Geldern aus Bankeinlagen in hochverzinsliche Stablecoins hinweisen.
Warum sind die Banken nervös?
Die Banken sind über mehrere wichtige Aspekte besorgt:
- Renditeträchtige Stablecoins könnten eine attraktive Alternative zu herkömmlichen Bankkonten werden, da sie höhere Zinssätze ohne Volatilitätsrisiken bieten.
- Stablecoin-Reserven werden häufig in US-Staatsanleihen investiert, anstatt der Wirtschaft Kredite zu gewähren, wodurch weniger Mittel für Bankkredite zur Verfügung stehen.
- Weniger Einlagen bedeuten weniger Möglichkeiten zur Kreditvergabe oder die Notwendigkeit, teurere Finanzmittel anzuziehen, was zu einer "Liquiditätskrise" im Bankensystem führen könnte.
Moynihan betonte, dass sich die Banken darauf einstellen, aber das Risiko für die Gesamtwirtschaft ist erheblich:
"Wenn man Einlagen abzieht, können die Banken entweder keine Kredite vergeben oder müssen sich am Großmarkt refinanzieren, was teurer wird."
Ähnliche Befürchtungen werden auch von anderen Banken geäußert, z. B. von der Citigroup, wo Führungskräfte vor einem möglichen Abfluss von 6,6 Billionen Dollar warnen, der die Kreditvergabe an Unternehmen und Familien bedroht.
Verbot von passivem Einkommen
Inmitten dieser Bedenken bringt der US-Senat den Digital Asset and Market Clarity Act (Clarity Act) voran, der ein Verbot passiver Erträge auf Stablecoins vorsieht. Nach der neuesten Version des Gesetzes dürfen Stablecoin-Emittenten keine Zinsen oder Renditen für das bloße Halten von Token zahlen. Belohnungen für aktive Handlungen wie Einsätze, Bereitstellung von Liquidität, Sicherheiten oder Transaktionen sind jedoch erlaubt.

Dieser Kompromiss ist ein Sieg für die Banken, die sich für die Schließung eines "Schlupflochs" im vorherigen GENIUS-Gesetz eingesetzt hatten, das es Vermittlern erlaubte, Zinsen zu zahlen. Die Kryptoindustrie hingegen kritisiert die Änderungen mit dem Argument, dass das Verbot von passivem Einkommen Stablecoins weniger wettbewerbsfähig macht und einen Wechsel zu komplexeren Vergütungsmodellen erzwingt. Coinbase erwägt beispielsweise, seine Unterstützung für den Gesetzentwurf aufgrund dieser Einschränkungen zurückzuziehen.
Auswirkungen auf den Markt
Der Gesetzentwurf zum Clarity Act, der derzeit im Senatsausschuss geprüft wird, könnte sich als Schlüssel zur Regulierung des Kryptomarktes in den USA erweisen. Er schränkt nicht nur die passiven Belohnungen ein, sondern schützt auch die Entwickler von Blockchains, die nicht als Kryptowährungen gelten, vor dem Status eines Finanzintermediärs und verringert so die regulatorische Unsicherheit. Für den globalen Markt bedeutet dies eine potenzielle Neuausrichtung: Stablecoins werden als "unregulierte Sparkonten" an Attraktivität verlieren, aber sie werden die Integration mit traditionellen Banken gewinnen, wie z. B. der Bank of America, die bereits plant, nach Verabschiedung des Gesetzes ihre eigenen Stablecoins einzuführen.
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