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Wissenschaftler bestätigen die Existenz einer „Nachspieldepression“
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Wissenschaftler bestätigen die Existenz einer „Nachspieldepression“

Wissenschaftler haben offiziell die Existenz dessen bestätigt, was viele Gamer schon seit Jahren fühlen – die Post-Game-Depression, ein Gefühl von Traurigkeit, Leere oder emotionalerErschöpfung nach dem Beenden eines Videospiels, insbesondere eines langen, storybasierten Spiels.

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Forscher sagen, dieses Gefühl sei am stärksten bei Spielern ausgeprägt, die Dutzende oder sogar Hunderte von Stunden in Rollenspielen und Open-World-Spielen verbringen. In diesen Spielen erledigen die Spieler nicht nur Missionen – sie bauen Beziehungen zu Charakteren auf, erkunden riesige Welten und tauchen emotional in die Geschichte ein. Wenn das Spiel endet, kann es sich anfühlen, als würde man sich von einer Welt verabschieden, in der man wochen- oder monatelang gelebt hat.

Um dieses Phänomen zu untersuchen, führten die Forscher sogar eine spezielle Skala namens P-GDS (Post-Game Depression Scale) ein, die potenziell in der Psychologie verwendet werden könnte, um die emotionale Bindung an Videospiele und die Gefühle der Spieler nach deren Abschluss zu messen.

Warum Rollenspiele und Open-World-Spiele dieses Gefühl auslösen

Depression nach dem Spielen tritt am häufigsten in Rollenspielen und Open-World-Spielen auf, da diese lang, immersiv und storylastig sind. Spieler treffen Entscheidungen, verfolgen Charakterentwicklungen und erkunden detaillierte Welten, wodurch eine starke emotionale Bindung entsteht.

Dies geschieht häufig nach dem Beenden von Spielen wie:

  • The Witcher 3: Wild Hunt
  • Red Dead Redemption 2
  • Mass Effect 3
  • Cyberpunk 2077
  • Skyrim Baldur's Gate 3
  • Elden Ring

Viele Spieler berichten, dass sie sich nach dem Beenden dieser Spiele leer fühlen, weil die Reise, die Charaktere, die Musik und die Welt für lange Zeit Teil ihres Alltags werden.

Wissenschaftler bestätigen die Existenz einer „Nachspieldepression“ 1

„Ich bin nicht depressiv“ – und dann spiel das gleiche Spiel nochmal.

Es fängt oft auf die gleiche Weise an: Die Spieler sagen, sie hätten keine Depressionen nach dem Spielen, aber dann spielen sie dasselbe Spiel noch einmal, laden alte Spielstände, schauen sich Zwischensequenzen auf YouTube an oder laufen einfach in der Spielwelt herum und erledigen Nebenquests.

Viele Spieler kehren immer wieder zu Spielen wie The Witcher 3 oder Red Dead Redemption 2 zurück, nicht nur weil die Spiele gut sind, sondern weil sie die Welt und die Charaktere vermissen.

Genau das ist es, was man unter Post-Game-Depression versteht: Es handelt sich nicht um eine echte klinische Depression, sondern um ein Gefühl emotionaler Leere nach dem Abschluss eines langen und bedeutungsvollen Spielerlebnisses.

Wissenschaftler bestätigen die Existenz einer „Nachspieldepression“²

Warum das passiert

Psychologen erklären das ganz einfach: Bei längeren Spielen gewöhnt sich das Gehirn an die ständigen Ziele, Belohnungen, den Fortschritt der Geschichte und die emotionalen Momente. Wenn das Spiel plötzlich endet, fällt diese Stimulation weg, und das Gehirn erlebt eine Art emotionalen Einbruch.

Vereinfacht ausgedrückt, geht man von Folgendem aus:

  • Große Welt
  • Geschichte
  • Charaktere
  • Fortschritt
  • Ziele
  • Musik
  • Emotionen

Zurück im normalen Tagesablauf ist der Kontrast sehr stark spürbar.

Depression nach dem Spielen zeigt, wie mächtig Videospiele als Erzählform und emotionales Erlebnis geworden sind. Moderne Spiele sind nicht mehr nur Unterhaltung, sondern Welten, in denen Spieler Dutzende oder Hunderte von Stunden verbringen.

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Wenn also das nächste Mal jemand sagt, Videospiele seien „nur Spiele“, können Sie ihm sagen, dass die Wissenschaft inzwischen herausgefunden hat, dass das Beenden eines großartigen Spiels dazu führen kann, dass man sich eine Zeitlang emotional leer fühlt.

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