Riot Games und TJ Sports starten das „World Star Challengers Invitational“ – das erste globale Tier-2-Turnier von „League of Legends“
Riot Games hat sich mit TJ Sports, dem Veranstalter der LPL, der Asia Masters und des Demacia Cup International, zusammengetan, um einen brandneuen internationalen Wettbewerb vorzustellen: das World Star Challengers Invitational (WSCI). Damit veranstaltet „League of Legends“ zum ersten Mal ein Event, das speziell auf Talente der zweiten Liga ausgerichtet ist und Entwicklungs-, Akademie- sowie Challenger-League-Teams aus allen wichtigen Regionen zusammenbringt.
Das Turnier findet vom 20. September bis zum 2. Oktober 2026 statt und umfasst 16 Teams aus China, Korea, Europa, Nord- und Südamerika sowie der gesamten APAC-Region.
Das WSCI folgt einem Ablauf, der jedem bekannt vorkommen wird, der schon einmal eine der frühen „League of Legends“-Weltmeisterschaften gesehen hat:
- In der Gruppenphase (20.–25. September) werden die 16 Teams in vier Vierergruppen aufgeteilt. Jede Gruppe bestreitet eine doppelte Rundentabelle im Best-of-One-Format – insgesamt 48 Spiele, verteilt auf sechs Spieltage mit jeweils acht Spielen pro Tag. Die beiden bestplatzierten Teams jeder Gruppe ziehen weiter.
- Die Playoffs (27. September bis 2. Oktober) werden im K.o.-System ausgetragen, wobei jede Serie im „Best-of-Five“-Format gespielt wird. Sieben Serien bilden die Playoff-Runde – Viertelfinale, Halbfinale und das große Finale, in dem am 2. Oktober der WSCI-2026-Champion gekürt wird.
Die Gruppenauslosung selbst basiert auf drei Setzpools mit strengen Platzierungsregeln: Jede Gruppe erhält ein Team aus Pool 1, eines aus Pool 2 und zwei aus Pool 3. Teams aus den Pools 1 und 2, die dieselbe Region vertreten, werden in getrennten Gruppen untergebracht, und keine Gruppe darf mehr als zwei Teams aus einer einzigen Region enthalten.
Bislang war die „Tier 2“-Liga von League of Legends im Wesentlichen ein in sich geschlossenes, regional begrenztes Geschehen: Die Teams verbrachten ganze Spielzeiten damit, gegen dieselben heimischen Gegner anzutreten, ohne echte Chance, sich international zu beweisen. Die WSCI soll dies ändern.
Den Organisatoren zufolge besteht das Ziel darin, die Entwicklung der Spieler zu beschleunigen, engere Verbindungen zwischen den regionalen Ökosystemen zu knüpfen und den Fans einen frühen Einblick in die Spieler zu gewähren, die die nächste Generation der LoL-Esports-Stars werden könnten. Anstatt etwas von Grund auf neu aufzubauen, haben sich Riot und TJ Sports dafür entschieden, das bestehende „Asia Masters“-Konzept zu erweitern und neben dem amtierenden „Asia Masters“-Meister auch Teams aus Korea, EMEA, China, APAC und Amerika einzubeziehen.
Wir konzentrieren uns darauf, mehr Möglichkeiten für aufstrebende Spieler und ihre Teams zu schaffen, sich auf sinnvollere Weise herauszufordern. Wir arbeiten mit TJ Sports zusammen, um die „Asia Masters“ zu erweitern und Teams aus Korea, EMEA, China, APAC und Amerika sowie den „Asia Masters“-Meister zusammenzubringen.
Für das Jahr 2026 handelt es sich bei der Veranstaltung ausdrücklich um ein Pilotprojekt. Riot und TJ Sports wollen herausfinden, wie ein langfristiges Modell für internationale Tier-2-Wettbewerbe aussehen könnte, bevor sie sich auf einen festen Platz im Kalender festlegen.
Jede Region hatte freie Hand bei der Gestaltung ihres eigenen Qualifikationsweges für ihre drei Vertreter, sodass die Ansätze sehr unterschiedlich ausfallen. Laut Sheep Esports haben mehrere Regionen bereits ihre ersten Teilnehmer feststehen.
- EMEA (3 Plätze) hat zwei seiner drei Vertreter bestätigt: Galions und Solary, die Sieger der letzten beiden EMEA-Masters-Saisons, die aufgrund ihrer Ergebnisse im Laufe des Jahres ausgewählt wurden. Der dritte EMEA-Platz wird durch ein geschlossenes Mini-Qualifikationsturnier unter einer ausgewählten Gruppe regionaler Teams vergeben. Diese Information wurde später bestätigt, als der offizielle EMEA-Masters-Account die eingeladenen Teams bekanntgab und damit die Berichte von Sheep Esports bestätigte.
- China/LDL (3 Plätze): Die Akademie-Kader zweier großer LPL-Organisationen haben sich bereits ihre Plätze gesichert – EDward Gaming Youth und Bilibili Gaming Junior.
- Korea/LCK CL (3 Plätze): Die Region entsendet drei Teams aus ihrer Challenger-Liga.
- Amerika (3 Plätze): je ein Vertreter aus der NACL (Nordamerika), der LRN/LRS (Lateinamerika) und dem brasilianischen „Circuito Desafiante“. Laut Sheep Esports ging der brasilianische Startplatz an die Vivo Keyd Stars Academy als das Akademieteam, das in der diesjährigen Meisterschaft am weitesten gekommen ist – ein Detail, das Riot Games selbst zum Zeitpunkt der Bekanntgabe über einen eigenen Tweet bestätigte.
- APAC (3 Plätze): Je ein Team aus den Ligen PCS, LJL und VCS.
Der 16. und letzte Startplatz geht an den Sieger der Asia Masters 2026, Dplus Challengers.

In der offiziellen Mitteilung von Riot wird kein Austragungsort genannt. Sheep Esports berichtet jedoch, dass die teilnehmenden Teams voraussichtlich nach Südkorea reisen werden. Die Austragung an einem einzigen Ort würde es allen Teams ermöglichen, unter identischen Ping-Bedingungen anzutreten – ein entscheidender Faktor in einem Spiel, bei dem die Verbindungslatenz die Leistung direkt beeinflussen kann.
Riot hat noch keinen vollständigen Übertragungsplan veröffentlicht. Fans können das Geschehen über regionale Tier-2-Social-Media-Kanäle verfolgen, wobei regionale Co-Streamer das Event in allen fünf Regionen begleiten werden. Wir möchten euch außerdem daran erinnern, dass Data-Miner neue Hinweise auf kommende K/DA-Skins gefunden haben.
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