Bloomberg-Bericht enthüllt angeblichen Streit zwischen Valve und Ubisoft über die Preisgestaltung von Rainbow Six Siege
Die Vormachtstellung von Valve auf dem PC-Spielemarkt ist seit langem umstritten, wobei Steam nach wie vor eine beherrschende Stellung gegenüber konkurrierenden digitalen Verkaufsplattformen einnimmt. Während das Unternehmen im Laufe der Jahre mit zahlreichen rechtlichen Herausforderungen konfrontiert war, bietet ein aktueller Bloomberg-Bericht einen seltenen Einblick, wie weit Valve möglicherweise gegangen ist, um seine Position zu schützen.
Dem Bericht zufolge gerieten Valve und Ubisoft vor einigen Jahren in einen Streit über die Preisgestaltung von Rainbow Six Siege, einem der erfolgreichsten Live-Service-Titel von Ubisoft.
Zu dieser Zeit betrieb Ubisoft seinen eigenen Launcher, UPlay, der später in Ubisoft Connect im Jahr 2020 umbenannt wurde. Der Konflikt begann Berichten zufolge, nachdem Ubisoft einen besonders aggressiven Rabatt für Rainbow Six Siege über seine Plattform anbot und den Spielern ein Angebot machte, das die Preise anderer Anbieter deutlich unterbot.
Laut Bloomberg schaltete sich Valve schnell ein und forderte Ubisoft auf, das Angebot zu ändern. Angeblich hatte der Publisher nur 24 Stunden Zeit, um die Preise zu ändern, und Valve drohte damit, Rainbow Six Siege von Steam zu entfernen, wenn das Problem nicht gelöst würde.
Für Ubisoft stand besonders viel auf dem Spiel. Rainbow Six Siege hat sich zu einem der größten kommerziellen Erfolge des Unternehmens entwickelt, das Milliardenumsätze generiert und auch fast ein Jahrzehnt nach der Veröffentlichung noch eine starke Spielerbasis hat. Ubisoft hatte zuvor bekannt gegeben, dass der Taktik-Shooter zu den umsatzstärksten Franchises in der Geschichte des Unternehmens zählt.
Auch Steam bleibt eine wichtige Plattform für das Spiel. Auch heute noch zieht Rainbow Six Siege Zehntausende von Spielern auf Valves Schaufenster an, mit täglichen Spitzenwerten von etwa 75.000 gleichzeitigen Nutzern.
Der gemeldete Streit hat die Diskussion über den Einfluss von Steam auf den Vertrieb von PC-Spielen neu entfacht und darüber, ob Valve durch seine Marktposition einen übermäßigen Einfluss auf die Publisher hat. Während die Anschuldigungen aus Gerichtsdokumenten und Berichten stammen, die von Bloomberg zitiert werden, bietet die Geschichte ein weiteres Beispiel für die anhaltende Überprüfung, mit der eines der mächtigsten Unternehmen der Spieleindustrie konfrontiert ist.
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