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Eine visuell beeindruckende, aber letztlich leere Rückkehr zu einem Horrorklassiker
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Eine visuell beeindruckende, aber letztlich leere Rückkehr zu einem Horrorklassiker

Christophe Gans hat sich zwanzig Jahre nach seiner ersten filmischen Adaption der gefeierten Videospielreihe erneut in die neblige, bedrückende Welt von Silent Hill begeben. Sein neuester Film, „Return to Silent Hill“, ist eine freie Interpretation des von Kritikern gefeierten Spiels „Silent Hill 2“ aus dem Jahr 2001. Der Film bietet ein atmosphärisches und mitunter visuell kreatives Horrorerlebnis mit Kreaturendesigns, die sich nahtlos in die alptraumhafte Landschaft des Franchise einfügen.

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Eine wirre Handlung, mittelmäßige Spezialeffekte und übertriebene Darstellungen könnten Gans' neuen Ausflug in die Welt von Silent Hill jedoch genauso polarisieren lassen wie seinen Originalfilm von 2006. Der Soundtrack, komponiert vom Silent-Hill-Veteranen Akira Yamaoka, und die packenden Body-Horror-Elemente sind zwar bemerkenswerte Höhepunkte, können aber die erheblichen Schwächen des Films nicht wettmachen. Das Endergebnis ist ein Film, der weder eine gelungene, beeindruckende Adaption für Fans des Spiels noch ein in sich schlüssiger, eigenständiger Film für Neueinsteiger ist.

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Der Regisseur erklärte kürzlich in einem Interview mit Variety, er spüre den immensen Druck und die besonderen Herausforderungen, die mit der Adaption einer so beliebten Reihe für die Leinwand einhergehen. Dieses Projekt erscheint zwanzig Jahre nach seinem ersten „Silent Hill“-Film. Die neue Geschichte dreht sich um James (Jeremy Irvine), der nach einem mysteriösen apokalyptischen Ereignis in die verlassene Stadt zurückkehrt, um seine große Liebe Mary (Hannah Emily Anderson) wiederzufinden.

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In dieser Neuinterpretation von „Silent Hill 2“ kehrt der alkoholkranke Künstler James Sunderland (gespielt von Jeremy Irvine) in die titelgebende Stadt zurück, um seine Ex-Freundin Mary Crane (Hannah Emily Anderson) zu suchen. Die Ärzte erklären Mary für tot, doch James wird von Visionen von ihr heimgesucht. Diese Visionen, die mitunter in einer irritierenden Ich-Perspektive präsentiert werden – eine plumpe Anspielung auf die Videospiel-Vorlage des Films –, zeichnen ein verwirrendes Bild von Mary. Sie erscheint ihm zugleich als heilige Figur in seinen zunehmend verstörenden Gemälden und als hingebungsvolles Mitglied eines Kultes, der bizarre, blutige Rituale vollzieht.

Die Eröffnungsszene des Films, die ihr erstes Treffen zeigt, wirkt seltsam künstlich, eher wie ein Autowerbespot als der Beginn einer Horrorgeschichte. Dieses Gefühl der Künstlichkeit durchzieht den gesamten Film und lässt die vermeintlich furchterregende Stadt Silent Hill eher wie eine schlecht gebaute Kulisse als einen realen, bedrohlichen Ort erscheinen.

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Während James durch die dunklen, frisch gestrichenen Gänge von Silent Hill irrt, wird er von Erinnerungen an Marys Verwicklung in den perversen Kult der Stadt geplagt, der von ihrem Vater, dem Stadtgründer, angeführt wird. James verbringt einen Großteil des Films mit einem gequälten Gesichtsausdruck, sein Gesicht wird von einer auffällig perfekten Perücke umrahmt. Anderson spielt nicht nur Mary, sondern auch ihr Ebenbild Maria und eine problembelastete Teenagerin namens Angela. Auch diese Figuren tragen unvorteilhafte Perücken und haben übertriebene Gesichtsausdrücke.

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Der Mangel an Subtilität ist ein wiederkehrendes Problem des Films, ein Problem, das bereits Gans' ersten „Silent Hill“-Film beeinträchtigte. Die komplexe und emotional berührende Geschichte des Originalspiels, die sich mit Schuld und Trauer auseinandersetzt, wird auf ihre einfachsten, schockierenden Elemente reduziert. Der Film präsentiert ein Vergewaltigungsopfer als computergeneriertes Spinnenwesen mit nackten, nekrotischen Brüsten als Augen, und der trauernde Witwer findet Trost im Malen eines Selbstporträts.

Die Horror-Elemente des Films wirken oft deplatziert. Die übertriebene Handlung und der hektische, stroboskopartige Schnitt lassen James' psychischen Verfall eher komisch als furchteinflößend erscheinen. Der ikonische Bösewicht Pyramid Head, im Spiel eine Figur von immenser Macht und Bedrohlichkeit, wird zu einer Kreatur degradiert, die James wie eine Ziege anjault. Mary, die in der Neuverfilmung des Spiels von 2024 eine kraftvolle und imposante Erscheinung ist, ist im Film kaum mehr als eine Leiche.

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Die Entscheidung, Maria, Angela und eine weitere Figur, ein junges Mädchen namens Laura, als ein und dieselbe Frau darzustellen, raubt ihnen ihre Individualität. Die einzigartigen physischen, emotionalen und sexuellen Traumata, die jede von ihnen erlitten hat, werden bedeutungslos, und die Figuren werden austauschbar und vergessenswert. Wenn der Film sich nicht um seine Figuren als Individuen kümmert, fällt es dem Publikum schwer, sich für sie zu interessieren.

Letztendlich enttäuscht „Return to Silent Hill“ auf ganzer Linie. Es ist weder eine gelungene Adaption von „Silent Hill 2“ noch ein stimmiger, eigenständiger Horrorfilm. Der Film ist gespickt mit unpassenden und willkürlichen Anspielungen auf das Spiel, die Zuschauer, die mit der Vorlage nicht vertraut sind, wohl nur verwirren werden. So wirkt James beispielsweise jedes Mal verlegen, wenn er ein Stahlrohr aufhebt – eine Anspielung auf eine Waffe aus dem Spiel, die im Film völlig deplatziert wirkt.

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Es gibt einige wenige flüchtige Momente der Schönheit im Film, wie den stetigen Schneefall aus menschlicher Asche und eine kurze, eindringliche Szene, in der Mary sich in eine mottenartige Göttin verwandelt. Diese gotischen Details könnten dem Film mit der Zeit eine Kultanhängerschaft einbringen, ähnlich wie Gans' erstem „Silent Hill“-Film. Doch im Moment werden die Reize von „Return to Silent Hill“ von einer Lawine des Exzesses begraben. Es ist ein Film, der schockieren und entsetzen will, letztendlich aber nur wie ein blutiges Durcheinander wirkt.

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