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„Marvel Super Heroes“ kommt zu „Magic: The Gathering“
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„Marvel Super Heroes“ kommt zu „Magic: The Gathering“

Der Einstieg in „Magic: The Gathering“ kann für Neulinge angesichts der seit mehr als drei Jahrzehnten gewachsenen Vielfalt an Karten, Spielmechaniken und Hintergrundgeschichten zunächst einschüchternd wirken. Das neue Set „Marvel Super Heroes“ ändert dies und bietet einen der zugänglichsten Einstiegsmöglichkeiten, die die Reihe bisher gesehen hat.

Eine andere Art von Live-Service

Jeder, der schon einmal ein Live-Service-Videospiel gespielt hat, kennt den Alltag mit ständigen Updates und einem sich ständig verändernden Meta. „Magic“ teilt zwar einen Teil dieser Komplexität, bietet den Spielern jedoch mehr Flexibilität in der Art und Weise, wie sie mit dem Spiel interagieren. Da es sich in erster Linie um ein physisches Kartenspiel handelt, spielt die Stärke des Decks eine geringere Rolle als bei einem digitalen Titel – zwei Spieler mit einfachen, lockeren Decks können dennoch ein großartiges Match bestreiten. Wizards of the Coast setzt bereits seit mehr als fünf Jahren mit seiner „Universes Beyond“-Reihe auf diese Zugänglichkeit und veröffentlicht in sich geschlossene Sets, die auf Franchises wie „Final Fantasy“, „Der Herr der Ringe“ und „Avatar: Der Herr der Elemente“ basieren. „Marvel Super Heroes“ folgt demselben Muster: ein eigenständiges Set, für dessen Spielspaß keine Vorkenntnisse der offiziellen „Magic“-Geschichte erforderlich sind.

Die Spielmechaniken des Sets sind auf die Vorlage zugeschnitten. Die Kreaturentypen „Held“ und „Bösewicht“ bieten Stammes-Synergien, die Spieler dafür belohnen, ihr Deck auf die eine oder andere Seite auszurichten, während ein neues Schlüsselwort namens „Teamwork“ es Kreaturen unter der Kontrolle eines Spielers ermöglicht, sich zusammenzuschließen, um Bonuseffekte auszulösen. Bestimmte Charaktere können zudem einmal pro Spiel ein „Power-up“ auslösen, um eine stärkere Fähigkeit zu erhalten – Thanos, der verrückte Titan, erhält einen Wertebonus und ermöglicht es dem Spieler, zwischen geraden und ungeraden Manawerten zu wählen, um entsprechende Kreaturen auszulöschen. Eine kleinere Gruppe von Karten ist doppelseitig und wechselt zwischen Formen wie Bruce Banner und dem Hulk oder Peter Parker und Spider-Man hin und her; sie können sich mitten im Spiel verwandeln, anstatt nur mit einer festen Seite gespielt werden zu müssen. Ich halte dieses doppelseitige Design für den wirklich cleversten Einstieg in das Set, da es neuen Spielern ermöglicht, die Charaktertransformation am Spieltisch mitzuerleben, anstatt sie nur auf einer Karte nachzulesen.

Wo man anfangen sollte

„Jumpstart“ richtet sich an Spieler, die es möglichst unkompliziert haben wollen: Man kauft zwei „Jumpstart“-Boosterpackungen, stellt daraus ein Deck zusammen und kann sofort loslegen. Partien gegen einen anderen Spieler, der genauso vorgeht, finden sich meist auf einem ähnlichen Leistungsniveau wieder, was eine solide Möglichkeit darstellt, ein Gefühl für das Spiel zu bekommen – allerdings enthalten die Packs nur grundlegende Anleitungen, sodass Neulinge wahrscheinlich dennoch einen Online-Leitfaden oder einen erfahrenen Freund in der Nähe benötigen werden.

„Commander“ bietet ein anderes Erlebnis, bei dem der Spaß im Vordergrund steht und nicht der Wettbewerb. Es unterstützt bis zu sechs Spieler, wobei drei oder vier in der Regel als idealer Spielstand gelten, um Allianzen zu schmieden und Entscheidungen zu treffen, die bei einer größeren Spielerzahl am Tisch anfallen. Der Nachteil sind die Kosten: Vorgefertigte Commander-Decks kosten im Einzelhandel etwa 140 AUD pro Stück, verglichen mit rund 65 AUD für die Beginner Box oder 12,95 AUD pro einzelnem Jumpstart-Pack – wobei zu bedenken ist, dass zwei Jumpstart-Packs benötigt werden, um ein vollständiges Deck zusammenzustellen. Wenn ich ein neues Set teste, brauche ich einen günstigen Einstieg – daher würde ich jedem Einsteiger zunächst „Jumpstart“ empfehlen, bevor ich ihm rate, sich ein Commander-Deck zuzulegen.

Egal, für welches Format sich ein Spieler entscheidet – die Langlebigkeit von Magic hängt davon ab, wie spielbar es bleibt und wie leicht es zu einem Anlass wird, sich mit Freunden zu treffen oder bei einem lokalen Event neue Freunde zu finden.

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Was als Nächstes kommt

Die meisten „Universes Beyond“-Sets sind einmalige Veröffentlichungen, doch Marvel scheint eine Ausnahme zu sein. Das Spider-Man- Set aus dem letzten Jahr führte den Seelenstein ein, und „Marvel Super Heroes“ bringt nun den Gedankenstein ins Spiel – ein Muster, das darauf hindeutet, dass eine vollständige „Infinity Gauntlet“-Storyline noch bevorstehen könnte.

„Marvel Super Heroes“ ist ab sofort erhältlich; alle Details finden Sie auf der offiziellen Produktseite von Wizards of the Coast.

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