id Software hat vor den massiven Entlassungen mehrere Projekte entwickelt – doch nun scheinen diese fraglich zu sein
id Software ist eines von vielen Spielestudios, die von Microsofts Umstrukturierungsprozess betroffen sind. Darüber hinaus ist die Lage laut Aussagen des ehemaligen Entwicklers George Broussard so schlecht, dass das Studio praktisch am Ende ist. Kürzlich sind neue Details über den aktuellen Zustand von id Software nach der Entlassungswelle bekannt geworden – und es scheint, dass die Zahl der entlassenen Mitarbeiter tatsächlich noch höher ist als zuvor angegeben.
Laut aktualisierten Daten von Game Developer wurden bei ZeniMax Media, der Muttergesellschaft von Bethesda Softworks, insgesamt 158 Mitarbeiter entlassen, von denen 136 zuvor bei id Software beschäftigt waren. Darüber hinaus arbeitete das Studio, wie GamesBeat berichtet, vor diesen massiven Einschnitten an mehreren Großprojekten, darunter neue Teile der „Quake“- und „Perfect Dark“-Reihen, ein Multiplayer-„Doom“-Projekt sowie zwei neue IPs: „Fury“ – ein von „John Wick“ inspiriertes Sci-Fi-Noir-Cyberpunk-Actionspiel mit „Gun Fu“-Kämpfen – und „Ironwood“, ein von „Westworld“ inspiriertes Western-Survival-Spiel mit Roboterthema. Spielemedien fügen hinzu, dass aufgrund der zahlreichen Entlassungen viele, wenn nicht sogar alle dieser Projekte nun eingestellt werden könnten.
id Software plante vor den Entlassungen „Perfect Dark“, ein von „John Wick“ inspiriertes Spiel mit dem Codenamen „Fury“ sowie einen Roboter-Western
Laut den von Dean Takahashi interviewten Entwicklern von id Software wurde das Studio zu einem leichten Ziel für Entlassungen, da es sich gerade in einer Phase zwischen größeren Projekten befand. Das Team arbeitet Berichten zufolge an Konzeptzeichnungen für ein neues „Perfect Dark“, ein von „John Wick“ inspiriertes Spiel mit dem Codenamen „Fury“ sowie einen Sci-Fi-Western mit Robotern. Mehrere der befragten Entwickler glauben, dass sich das Studio von diesen Kürzungen nicht erholen wird.
Außerdem wurde ein Multiplayer-„Doom“-Projekt erwähnt.
Es klingt außerdem so, als würde oder hätte niemand an einem neuen „Quake“ gearbeitet.
Trotz dieser erheblichen Veränderungen bei id Software beabsichtigt Microsoft laut „This Week in Videogames“ jedoch nicht, die id Tech-Spiel-Engine aufzugeben, die nicht nur in den eigenen Projekten des Studios, sondern auch in anderen Videospielen zum Einsatz kommt. Zuvor war berichtet worden, dass fast alle Programmierer bei id Software entlassen worden seien, was Zweifel an der Zukunft der Engine aufkommen ließ. Es scheint jedoch, dass dies zumindest vorerst nicht der Fall ist.
Hoffentlich wird id Software infolge dieser Entlassungen und der früheren Äußerungen der ehemaligen Entwickler nicht geschlossen. Die Aussicht auf die oben genannten potenziellen Spiele, insbesondere die beeindruckenden neuen IPs und die Rückkehr der „Perfect Dark“-Reihe, würde sicherlich das Interesse der Fans wecken. Übrigens hat „Doom: The Dark Ages“ kürzlich eine neue Erweiterung mit dem Titel „Revelations“ erhalten. Diese hat auf Steam hohe Bewertungen erhalten; die Spieler loben sie für ihr dynamisches Gameplay, den gut ausgewählten Soundtrack und die fesselnde Geschichte, die das Leben des Doom Slayer aus einer menschlicheren Perspektive beleuchtet.
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