Alles, was Microsoft im Rahmen des Umstrukturierungsprozesses über Entlassungen bei Xbox bekannt gegeben hat
Microsoft hat endlich Informationen über eine umfassende und andauernde Umstrukturierung innerhalb der Xbox-Sparte bekannt gegeben. Es wurde angekündigt, dass das Unternehmen rund 5.000 Mitarbeiter abgebaut hat, und wir haben nun endlich Klarheit über das Schicksal verschiedener Spielestudios. Trotz Gerüchten über mögliche Schließungen werden alle Spielentwicklungsabteilungen, die in den vergangenen Wochen im Gespräch waren, vorerst ihren Betrieb fortsetzen und somit auch die Entwicklung der anstehenden Projekte weiterführen. Im Folgenden finden Sie alles, was wir bislang über die Umstrukturierung bei Microsoft im Bereich Xbox wissen.
Compulsion Games und Double Fine Productions sind wieder unabhängig
Frühe Gerüchte deuteten darauf hin, dass Compulsion Games, die Entwickler von „South of Midnight“, aufgrund des Umstrukturierungsprozesses bei Microsoft geschlossen werden könnten. Doch trotz Entlassungen, deren genaue Zahl derzeit noch nicht bekannt ist, wird das Studio seinen Betrieb fortsetzen – nur nicht mehr unter dem Dach von Microsoft. Es wurde bekannt gegeben, dass die Entwickler wieder unabhängig werden und die Rechte an all ihren bisherigen IPs behalten. Darüber hinaus hat Microsoft bestätigt, dass es das Unternehmen finanziell unterstützen wird, bis es einen neuen Publisher gefunden hat. Die gleiche Situation ereignete sich bei Double Fine Productions, den Entwicklern hinter der „Psychonauts“-Reihe. Derzeit ist noch unklar, wer als Publisher für beide Studios fungieren wird.
Ninja Theory und Undead Labs führen Gespräche mit möglichen neuen Publishern, und Arkane Studios könnte noch immer geschlossen oder verkauft werden
Was andere Spielestudios betrifft, deren Schicksal seit mehreren Wochen ungewiss war, ist es Microsoft nun endlich gelungen, Klarheit zu schaffen. So werden beispielsweise auch Ninja Theory (die „Hellblade“-Reihe) und Undead Labs („State of Decay“) nicht mehr zu Xbox gehören. Zudem befinden sich beide Studios bereits in Gesprächen mit potenziellen neuen Eigentümern. Obwohl sich Ninja Theory und Undead Labs von Microsoft trennen, wird der Publisher weiterhin die Finanzierung ihrer kommenden Projekte – „Senua“ bzw. „State of Decay 3“ – unterstützen, und die Rechte an den Franchises werden auf den neuen Publisher übertragen.
Die Situation bei Arkane Studios ist komplizierter. Die Entwickler hinter der „Dishonored“-Reihe galten – wie Gerüchte vermuten ließen – als die wahrscheinlichsten Kandidaten für eine Schließung, doch bisher ist dies noch nicht geschehen. Es wurde jedoch bestätigt, dass aufgrund von Entlassungen (die genaue Zahl ist ebenfalls unbekannt) die Veröffentlichung von „Marvel’s Blade“ auf unbestimmte Zeit verschoben wurde und das Budget des Spiels den ursprünglich veranschlagten Betrag deutlich überschritten hat. Derzeit erwägt Xbox, ob Arkane Studios geschlossen oder verkauft werden soll; eine Entscheidung über das Schicksal des Studios wird in den kommenden Monaten erwartet. Unterdessen hat Arkanes Gründer, Raphael Colantonio, in den sozialen Medien Andeutungen über eine mögliche Übernahme des Studios gemacht, was unter Spielern bereits zahlreiche Spekulationen ausgelöst hat.
Bethesda – Fokus auf „Fallout“, „The Elder Scrolls“, „Doom“, „Quake“ und „Wolfenstein“
Was Bethesda betrifft, so war auch dieses Unternehmen von Entlassungen betroffen, und Microsoft gab seine Pläne hinsichtlich der künftigen Prioritäten des Studios bekannt. Laut Jeff Gardiner, dem ehemaligen Produzenten des Studios, verließen 35 Mitarbeiter die Bethesda Game Studios, während bei id Software weitere 95 Stellen gestrichen wurden. Jason Schreier von Bloomberg erwähnte auf seiner Bluesky -Seite ebenfalls, dass „heute Morgen eine beträchtliche Anzahl von Mitarbeitern entlassen wurde“. Was die Zukunft angeht, konzentriert sich Microsoft auf Bethesdas wichtigste Spielereihen wie „The Elder Scrolls“, „Fallout“, „Quake“, „Doom“ und „Wolfenstein“. Kürzlich wurde bekannt, dass das Unternehmen weiterhin in MachineGames investieren wird; „Wolfenstein 3“ befindet sich in der Entwicklung, wurde vom Studio jedoch noch nicht bestätigt. Unterdessen bestätigte Todd Howard, dass das Studio mehr Zeit für „The Elder Scrolls VI“ benötigt – obwohl seit der Ankündigung des Spiels bereits über acht Jahre vergangen sind, ist der Veröffentlichungstermin nach wie vor unbekannt.
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