Laut den vorliegenden Informationen hat Bungie 5–6 Spiele entwickelt, bevor Sony das Studio gekauft hat.
Diesen Sommer durchlebte Bungie – das Studio, das vor allem für die Entwicklung des Großteils der Halo-Reihe sowie der Destiny-Duologie bekannt ist – eine der schwierigsten Phasen seiner Geschichte. Neben der Einstellung des Supports für Destiny 2 und dem Flop ihres neuen Spiels Marathon, das Anfang März erschien, musste das Studio erhebliche Stellenstreichungen durch Sony hinnehmen – und es bleibt ungewiss, was die Zukunft für die Entwickler bereithält.
Wie wir uns erinnern, wurde Bungie im Juli 2022 von Sony übernommen, nachdem dies im Januar desselben Jahres angekündigt worden war. Damals waren viele überzeugt, dass dies Microsofts Reaktion auf die Übernahme von Activision Blizzard sei. Leider zeigte sich im Laufe der Zeit, dass Sony in dieser Situation nicht die Oberhand behielt: Das erwähnte Marathon-Event floppte, Bungie stellte den Support für Destiny 2 ein, und Blizzard wurde im Gegenzug zum profitabelsten Unternehmen für Xbox.
Der Bloomberg-Journalist Jason Schreier enthüllte ebenfalls ein interessantes Detail. In einem seiner jüngsten Videos erklärte er, dass Bungie vor der Übernahme durch Sony parallel an mehreren Spielen gearbeitet hatte. Konkret handelte es sich um fünf bis sechs Projekte, von denen jedoch leider keines die Phase der vollständigen Entwicklung erreichte. Schreiers detailliertere Kommentare dazu finden Sie weiter unten.
„Im Zuge dieser Übernahme hatte Bungie neben Destiny 2, Bungies größtem laufenden Projekt, auch eine ganze Reihe weiterer Live-Service-Spiele in der Entwicklung, die Sony in den folgenden Jahren veröffentlichen wollte. Aus verschiedenen Gründen, auf die ich später noch eingehen werde, scheiterten die meisten dieser Projekte jedoch. Ich glaube, es waren fünf oder sechs verschiedene Projekte in Arbeit.“
Schreier erwähnte außerdem, dass eines dieser Spiele Destiny: Rising war, ein im Destiny-Universum angesiedeltes Mobile-Game, das letztes Jahr erschien und finanziell nicht erfolgreich war, sowie das bereits erwähnte Marathon. Berichten zufolge hat Bungie infolge der Entlassungen rund 400 Mitarbeiter verloren. Im Juni wurde zudem bekannt gegeben, dass Justin Truman als Chef von Bungie zurückgetreten ist.
Destiny-Fans, die auf einen dritten Teil hoffen, haben unterdessen eine Petition gestartet, die bereits über 400.000 Unterschriften gesammelt hat. Angesichts der aktuellen Lage bei Bungie ist eine Veröffentlichung des Spiels in naher Zukunft jedoch höchst unwahrscheinlich.
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