David Jaffe, der Schöpfer des ursprünglichen God of War, hat das Prequel Sons of Sparta kritisiert.
Der Entwickler spielte die Neuerscheinung etwas mehr als eine Stunde lang und bezeichnete deren Existenz als „beleidigend“ für die Fans der Spielereihe.
Jaffe hat an sich nichts gegen das 2D-Action- Format einzuwenden, war aber von der Umsetzung enttäuscht. Seine Kritikpunkte betrafen vor allem die Story und die Synchronisation. Seiner Meinung nach sei es „nicht God of War“, und die Hauptfigur wirke wie ein ganz normaler Typ, was dem Wesen des Charakters widerspreche.
Sons of Sparta verfehlt den Geist der Franchise
Jaffe vermutete, dass die Entwickler sich möglicherweise von Blasphemous oder Ninja Gaiden: Ragebound inspirieren lassen wollten, deren Qualitätsniveau aber nicht erreichten. In seinem Video hinterfragte er die Notwendigkeit dieses Projekts und wer dessen Veröffentlichung genehmigt hatte.
Er äußerte sich zudem unzufrieden mit dem Gesamtton des Spiels und erklärte, es fehle ihm an der emotionalen Wucht, Intensität und dem mythologischen Ausmaß, die frühere Teile der Reihe auszeichneten. Seiner Meinung nach basiere die Reihe seit jeher auf Wut, Tragik und einer überlebensgroßen Atmosphäre, die in diesem Prequel seiner Ansicht nach fehle.

Jaffe kritisierte zudem das Spieltempo und bemängelte, dass das Gameplay keine Spannung aufrechterhalten und keine wirklich wirkungsvollen Momente bieten könne. Er merkte an, dass sich die Kämpfe eintönig anfühlten und nicht die brutale, befriedigende Atmosphäre vermittelten, die Fans erwarten.
Ein weiterer von ihm hervorgehobener Punkt war die künstlerische Ausrichtung. Zwar räumte er ein, dass das Experimentieren mit einem neuen visuellen Stil eine legitime Entscheidung sein kann, argumentierte aber, dass der aktuelle Ansatz nicht das epische und filmische Flair einfängt, das die Filmreihe auszeichnete.
Spieler trotzen der Kritik: God of War: Sons of Sparta wird im Februar zum PlayStation-5-Hit.
Trotz der harschen Kritik des Serienschöpfers sehen die Spieler das Projekt anders. God of War: Sons of Sparta hat aktuell eine Bewertung von 4,73 von 5 Sternen im PlayStation Store und zählt zu den erfolgreichsten Veröffentlichungen für PlayStation 5 im Februar.

Kritiker mögen argumentieren, dass sich das Projekt künstlerische Freiheiten herausnimmt, doch die Spieler heben mehrere Stärken hervor:
- Rasante, wuchtige Kämpfe, inspiriert von der griechischen Saga
- Hochwertige filmische Präsentation
- Ein kraftvoller Orchester-Soundtrack
- Erweiterte Überlieferungen zur spartanischen Mythologie

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