Strauss Zelnick von Take-Two erklärte, warum die ehemaligen Rockstar-Entwickler keinen überzeugenden GTA-Konkurrenten entwickeln konnten.
Seit vielen Jahren versuchen diverse Spielestudios, Spiele zu entwickeln, die mit Rockstar Games' Grand Theft Auto-Reihe konkurrieren können. Die Geschichte kennt sowohl erfolgreiche als auch weniger erfolgreiche Projekte, doch im Laufe der Jahre ist keine Reihe entstanden, die GTA vom Thron stoßen konnte, und mit dem bevorstehenden Release von GTA 6 scheint dies unrealistisch.
Darüber hinaus versuchten sogar ehemalige Mitarbeiter von Rockstar Games, auf der Grundlage ihrer früheren Berufserfahrung ein eigenes Produkt zu entwickeln – und MindsEye, entwickelt vom Studio Build A Rocket Boy, das vom ehemaligen Präsidenten von Rockstar North, Leslie Benzies, gegründet wurde, ist, wenn auch nicht erfolgreich, so doch sicherlich ein sehr anschauliches Beispiel dafür.
Auf der 54. jährlichen Technologiekonferenz von TD Cowen erklärte Strauss Zelnick, CEO von Take-Two Interactive, warum es anderen Spielestudios, darunter auch solchen mit ehemaligen Rockstar-Mitarbeitern, bisher nicht gelungen ist, eine eigene Version von GTA zu entwickeln. Seiner Meinung nach liegt der Hauptgrund dafür nicht in der Technologie, sondern in den Menschen, die in dieser Branche arbeiten und frische Ideen einbringen. Die wichtigsten Punkte seiner Rede finden Sie unten:
„Viele andere haben es versucht. Sehr viele, darunter auch ehemalige Rockstar-Mitarbeiter. Bisher ist es ihnen nicht gelungen. Das heißt aber nicht, dass es in Zukunft nicht möglich sein wird. Wir sind immer auf der Hut. Aber es wird nicht die Technologie sein, die alles verändert. Das wird nicht der entscheidende Faktor sein. Was sich ändern wird, ist, dass ein oder mehrere außergewöhnlich kreative Menschen auftauchen und etwas Erstaunliches leisten. Unser Ziel ist es, diese Menschen für das Take-Two-System zu gewinnen. Wenn uns das nicht gelingt, scheitern wir.“
Apropos MindsEye: Vor der Veröffentlichung schien das Spiel Potenzial zu haben, doch nach dem Release im letzten Jahr entwickelte es sich zu einem der größten Flops der letzten Jahre. Es war praktisch unspielbar und erhielt schlechte Wertungen von Presse und Spielern. Gameplay und Story wurden zudem stark kritisiert. Infolgedessen musste das Studio Build A Rocket Boy mehrere Entlassungswellen durchstehen und steht Gerüchten zufolge möglicherweise noch in diesem Jahr vor der Schließung.
Strauss Zelnick deutete kürzlich an, dass die Marketingkampagne für GTA 6 am 21. Juni startet. Etwa zur gleichen Zeit werden voraussichtlich die lang erwarteten Vorbestellungen möglich sein und ein neuer Trailer veröffentlicht. Das Spiel erscheint am 19. November für PlayStation 5 und Xbox Series X/S.
Warum ist es eurer Meinung nach bisher keinem Spielestudio gelungen, einen würdigen Nachfolger der Grand Theft Auto-Reihe zu entwickeln? Teilt eure Gedanken in den Kommentaren unten mit!
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