Arkane Studios hätte statt „Dishonored“ auch „Thief 4“ oder ein „Blade Runner“-Spiel entwickeln können
In den letzten Wochen ist Arkane Studios zu einem der meistdiskutierten Namen in der Gaming-Community geworden. Leider hängt der Grund, warum die Entwickler von Videospielen wie „Dishonored“, „Prey“ und „Deathloop“ im Rampenlicht stehen, mit der möglichen Schließung des Studios im Rahmen des Umstrukturierungsprozesses von Microsoft zusammen, dem Eigentümer des Studios. Bislang gibt es keine offiziellen Ankündigungen zu diesem Thema, doch gleichzeitig wurde bekannt, dass das französische Studio anstelle des oben genannten Stealth-Action-Titels „Dishonored“ aus dem Jahr 2012 möglicherweise ganz andere Projekte entwickelt hätte.
Der französische Spieledesigner Raphaël Colantonio, einer der Gründer von Arkane Studios und Schöpfer der „Dishonored“-Reihe, hat auf seinem YouTube-Kanal ein neues Video veröffentlicht, in dem er vierzehn Jahre nach der Veröffentlichung gemeinsam mit dem Co-Regisseur des Spiels, Harvey Smith, persönlich „Dishonored“ spielt. In dem mehr als einstündigen Video verrät er, dass Arkane Studios möglicherweise andere Projekte anstelle von „Dishonored“ hätte entwickeln können. Eines davon war „Thief 4“, wobei die Idee von Bethesda stammte, ebenso wie das Projekt, das im „Blade Runner“-Universum angesiedelt war. Der Publisher konnte sich jedoch die Rechte an keiner der beiden Franchises sichern, sodass die Entscheidung fiel, mit „Dishonored“ fortzufahren. Ausführlichere Informationen aus den Ausführungen von Colantonio und Smith sowie seinen „Dishonored“-Playtest findet ihr weiter unten:
„Bevor wir ‚Dishonored‘ gemacht haben, sollten wir eigentlich entweder ‚Thief‘ oder ‚Blade Runner‘ entwickeln. Das ist im Grunde so, als würde man zu zwei Katzen kommen und sagen: ‚Wir haben hier auf der einen Seite eine große Tüte Katzenminze. Wir haben hier noch eine Tüte Katzenminze. Welche wollt ihr? Wollt ihr beide?‘ Wir waren beide total begeistert. ‚Blade Runner‘ und ‚Thief‘ – zwei unserer absoluten Lieblingssachen aller Zeiten.
Wir befanden uns geschäftlich in einer so verzweifelten Lage, und sie kamen nicht nur, um uns zu retten, sondern auch, um – ganz offen gesagt – genau das IP mitzubringen, an dem ich am liebsten gearbeitet hätte. Schließlich sagten sie: ‚Ach, schon gut – macht einfach weiter wie bisher und, äh, nennt es ‚Dishonored‘.“
Was wirklich frustrierend ist: Arkane Studios hätte potenziell ein „Blade Runner“-Videospiel entwickeln können, das alle Chancen gehabt hätte, ein Riesenerfolg zu werden – insbesondere angesichts der Tatsache, wie tiefgründig und fesselnd sich die Handlungsstränge von „Dishonored“ und „Prey“ herausgestellt haben, zusammen mit den detailreichen Spielwelten und den interessanten Spielmechaniken. Dennoch hat die „Dishonored“-Spielreihe selbst Arkane Studios Ruhm und Popularität beschert, also war es vielleicht doch das Beste so.
Das Studio arbeitet derzeit an „Marvel’s Blade“, das bereits 2023 angekündigt wurde. Die Zukunft des Projekts könnte jedoch aufgrund der möglichen Schließung von Arkane Studios ungewiss sein, und sollte dies geschehen, könnte das Spiel eingestellt werden. Gleichzeitig wurde jedoch kürzlich bekannt gegeben, dass Jerk Gustafsson, der Studiochef von MachineGames, zum neuen Präsidenten von Arkane Studios ernannt wurde – und die Spieler werteten dies als Zeichen dafür, dass das Studio weiterhin aktiv bleiben wird.
Seid ihr enttäuscht, dass Arkane Studios weder „Thief 4“ noch das „Blade Runner“-Videospiel entwickeln konnte? Teilt eure Meinung in den Kommentaren unten mit!
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