EU-Kommissar sagt, die EU könne kaum etwas tun, um die Abschaffung der Discs bei PlayStation zu verhindern
Der EU-Kommissar für Verbraucherschutz, Michael McGrath, erklärte, die EU habe nur begrenzte rechtliche Möglichkeiten, Sony daran zu hindern, die Veröffentlichung physischer Spiel-Discs für die PlayStation einzustellen – trotz wachsender Kritik seitens der Spieler. Sony plant, die Veröffentlichung physischer PlayStation-Spiel-Discs ab Januar 2028 einzustellen.
Zu der Entscheidung des Unternehmens erklärte McGrath, es stehe den Unternehmen frei, zu entscheiden, wie sie ihre Produkte und Dienstleistungen vertreiben, und bezeichnete die Angelegenheit als eine Frage der unternehmerischen und vertraglichen Freiheit. Seine Äußerungen deuten darauf hin, dass die Europäische Union wahrscheinlich keine Rechtsvorschriften erlassen wird, die Sony dazu zwingen würden, Spiele weiterhin auf physischen Datenträgern zu verkaufen.
Die Erklärung folgt auf die Entscheidung der Europäischen Kommission vom Juni 2026, den Vorschlag der Initiative „Stop Killing Games“ für neue Vorschriften zur Erhaltung von Spielen nicht weiterzuverfolgen. Anstelle neuer Gesetze kündigte die Kommission an, einen freiwilligen Verhaltenskodex für den Umgang mit Spielen zu prüfen, die das Ende ihres Lebenszyklus erreichen.
Sonys Pläne haben in der Gaming-Community erhebliche Kritik ausgelöst. Eine Change.org-Petition gegen den Schritt des Unternehmens hat bereits Hunderttausende von Unterschriften gesammelt, während Social-Media-Kampagnen mit Hashtags wie #BoycottSony und dem Slogan „No Disc, No Buy“ weiter an Fahrt gewinnen.
Analysten bleiben jedoch skeptisch, ob die Gegenreaktion Sonys Strategie ändern wird. Anfang dieses Monats argumentierte der Branchenanalyst Dr. Serkan Toto, dass es aufgrund der großen Nutzerbasis des Unternehmens unwahrscheinlich sei, dass es seinen Kurs umkehren werde, selbst wenn einige Spieler den Kauf von Spielen einstellen oder ihre PlayStation-Plus-Abonnements kündigen sollten.
Während der Druck seitens der Verbraucher weiter zunimmt, deuten McGraths Äußerungen darauf hin, dass etwaige Änderungen der digitalen Eigentumsrechte eher über Branchenrichtlinien als über rechtsverbindliche EU-Vorschriften erfolgen dürften.
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