Electronic Arts könnte BioWare und andere Studios nach neuen Besitzern aus Saudi-Arabien verkaufen
Electronic Arts ist diese Woche offiziell in Privatbesitz übergegangen; der saudische Staatsfonds Public Investment Fund, Silver Lake und Affinity Partners sind nun die neuen Eigentümer. Trotz der Begeisterung seitens der Studioleitung wird erwartet, dass viele Mitarbeiter in naher Zukunft von Entlassungen betroffen sein werden, und ein neuer Bericht deutet darauf hin, dass EA möglicherweise sogar einige seiner Spielestudios vollständig veräußern könnte.
Auf seinem Bluesky-Account verriet Mike Straw von Insider Gaming, dass es in den nächsten 6 bis 12 Monaten zu Massenentlassungen bei Electronic Arts kommen wird und dass das Unternehmen sogar erwägt, ganze Studios – einschließlich der IP-Rechte – zu schließen und/oder zu veräußern. Straw gab nicht an, welche Abteilungen betroffen sind, doch BioWare, das Studio hinter „Mass Effect“ und „Dragon Age“, wird als einer der Hauptkandidaten genannt, wie ihr in seinen Kommentaren unten nachlesen könnt:

Ich glaube, du hast geschrieben, dass EA den Verkauf von BioWare in Erwägung gezogen hat – glaubst du, dass sie das noch einmal aufgreifen werden?
Zu 100%. Sie werden verschiedene Möglichkeiten prüfen, um jährlich Hunderte Millionen einzusparen.
Erwähnenswert ist auch, dass EA bereits im vergangenen Oktober nach dem enttäuschenden Abschneiden von „Dragon Age: The Veilguard“ einen Verkauf von BioWare in Betracht gezogen hatte, doch diese Gespräche führten zu keinem Ergebnis. Angesichts der aktuellen Situation scheint es mehr als wahrscheinlich, dass das Studio in den kommenden Jahren in die Selbstständigkeit gehen könnte, und es wäre schade, wenn dies letztendlich stattdessen zur Schließung führen würde. Berichten zufolge arbeitet das Studio weiterhin an „Mass Effect 5“, das bereits 2020 angekündigt wurde, wobei unklar bleibt, in welcher Phase sich das Projekt tatsächlich befindet.
Apropos „Dragon Age“: Der BioWare-Veteran Mark Darrah erklärte kürzlich in einem Interview, dass ein neuer Teil der Reihe in den kommenden Jahren ziemlich unwahrscheinlich sei – nicht nur wegen des Misserfolgs von „Dragon Age: The Veilguard“, sondern auch, weil es an Mitarbeitern mangelt, die das Projekt vorantreiben könnten. Das Gleiche gilt für Remakes älterer Spiele. Laut Darrah gibt es bei BioWare kaum noch Spezialisten, die sich mit der Aurora-Engine auskennen. Das ist ein echtes Problem, da die Portierung von Spielen auf eine neue Engine enorm viel Zeit und Ressourcen erfordert – etwas, wozu EA derzeit offenbar nicht bereit ist.
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