EGW-NewsDeep Rock Galactic: Rogue Core erscheint auf Steam – Gemischte Kritiken: Spieler bemängeln Änderungen im Koop-Modus und Performance-Probleme
Deep Rock Galactic: Rogue Core erscheint auf Steam – Gemischte Kritiken: Spieler bemängeln Änderungen im Koop-Modus und Performance-Probleme
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Deep Rock Galactic: Rogue Core erscheint auf Steam – Gemischte Kritiken: Spieler bemängeln Änderungen im Koop-Modus und Performance-Probleme

Deep Rock Galactic: Rogue Core ist offiziell auf Steam erschienen und bringt eine neue Roguelite-Richtung in das beliebte Koop-Universum von Deep Rock Galactic. Die Veröffentlichung wurde von Fans des Originalspiels mit Spannung erwartet, doch die ersten Reaktionen sind gemischt: Die Spieler loben einerseits den ambitionierten Ansatz, andererseits kritisieren sie die Umsetzung.

Das neue Spin-off behält die Grundidee von Zwergenminenarbeitern bei, die sich durch gefährliche Alienhöhlen kämpfen, verändert aber die Spielstruktur grundlegend. Anstelle langer Missionen mit festem Fortschrittssystem setzt Rogue Core auf kurze, intensive Roguelite-Runden. Jede Session findet auf prozedural generierten Levels statt, deren Layouts, Gegnerpositionen und Modifikatoren sich ständig ändern, sodass kein Run dem anderen gleicht.

Spieler können sich in Teams von bis zu vier Personen zusammenschließen und gemeinsam immer schwierigere Bedingungen meistern. Anders als im ursprünglichen Deep Rock Galactic, wo die Zusammenarbeit im Vordergrund stand, führt Rogue Core jedoch Systeme ein, die jeden Durchgang unvorhersehbarer und mitunter auch wettbewerbsintensiver innerhalb des Teams gestalten.

Eine der auffälligsten Änderungen betrifft den Ton des Spiels. Rogue Core präsentiert sich im Vergleich zum Vorgänger deutlich düsterer und ernster. Die Umgebungen wirken klaustrophobischer, die Beleuchtung ist greller und das gesamte visuelle Design legt den Fokus eher auf Spannung als auf Humor. Während das Originalspiel für seinen Charme und seinen humorvollen Ton bekannt war, konzentriert sich dieser Ableger stark auf Überleben und Intensität.

Das Verhalten der Gegner wurde ebenfalls deutlich verbessert. Kreaturen sind von Beginn jedes Durchgangs an schneller, aggressiver und gefährlicher. Spieler müssen sich ständig anpassen, ihre Position verändern und Angriffe unter Druck koordinieren. Das Kampfsystem ist so gestaltet, dass es sich schneller und chaotischer anfühlt, mit weniger Wartezeit zwischen den Begegnungen.

Um die neue Spielstruktur zu unterstützen, führt das Spiel mehrere neue Klassen ein. Darunter befinden sich die auf Nahkampf spezialisierte Klasse „Slicer“, die mit einer Plasmaklinge kämpft, und die unterstützende Klasse „Falconer“, die Drohnen zur Aufklärung und Unterstützung einsetzt. Diese Neuerungen sollen die Teamzusammenstellungsmöglichkeiten erweitern und flexiblere Strategien während der Missionen fördern.

Das Roguelite-System führt außerdem zufällige Upgrades und Fortschrittsentscheidungen zwischen den Levels ein. Anstelle eines festgelegten Spielverlaufs müssen die Spieler ihren Spielstil an die verfügbaren Upgrades anpassen, was für ein dynamischeres, aber auch weniger vorhersehbares Spielerlebnis sorgt.

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Trotz dieser neuen Ideen fielen die Reaktionen auf den Verkaufsstart sehr unterschiedlich aus. Viele Spieler begrüßen den Versuch, das Spielprinzip weiterzuentwickeln, doch ein großer Teil der Community äußerte Bedenken hinsichtlich grundlegender Designentscheidungen und technischer Probleme.

Einer der größten Kritikpunkte betrifft das Koop-System. Obwohl das Spiel auf Teamwork ausgelegt ist, erzeugen einige Mechaniken Spannungen innerhalb der Gruppen. Die Verteilung von Beute, die Spielfortschrittsentscheidungen und die Entscheidungen während der Missionen können mitunter zu indirektem Wettbewerb zwischen den Teammitgliedern führen. Anstatt die Zusammenarbeit zu fördern, vermitteln bestimmte Systeme den Spielern das Gefühl, um Ressourcen oder die Kontrolle über den Spielfortschritt zu konkurrieren.

Performanceprobleme stellen ein weiteres großes Problem dar. Erste Nutzer berichten von Optimierungsschwierigkeiten auf unterschiedlichen Hardwarekonfigurationen , darunter Framerate-Einbrüche, Ruckler und inkonsistente Performance in kampfintensiven Momenten. Da das Spiel stark auf schnellen Reaktionen und präzisen Bewegungen basiert, beeinträchtigen diese Probleme die Spielqualität erheblich.

Das strenge Zeitlimit des Spiels ist ebenfalls umstritten. Die Spielrunden sind durch Zeitdruck begrenzt, was die Spieler zu schnellem Handeln zwingt und die Erkundung einschränkt. Obwohl dies für Spieltempo und Intensität sorgen soll, empfinden viele Spieler es als Einschränkung der strategischen Freiheit und als gehetztes Spielgefühl.

Die Schwierigkeitsbalance ist ein weiterer Kritikpunkt. Das Spiel scheint primär auf gut koordinierte, vollständige Teams ausgelegt zu sein, wodurch Einzelspieler oder weniger organisierte Gruppen deutlich schwieriger werden. Dies führt zu einer steilen Lernkurve, die manche Spieler, insbesondere zu Beginn des Spiels, als frustrierend empfinden.

Das Wirtschafts- und Belohnungssystem wurde ebenfalls wegen seiner Inkonsistenz kritisiert. Manche Spieler empfinden den Fortschritt als zu langsam, während andere argumentieren, dass die Belohnungen den Schwierigkeitsgrad bestimmter Begegnungen nicht angemessen widerspiegeln. Dieses Ungleichgewicht trägt dazu bei, dass sich längere Spielsitzungen eintönig anfühlen.

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Abgesehen von den Spielmechaniken bemängeln langjährige Fans der Reihe auch, dass Rogue Core etwas von dem Charme des Originals vermissen lässt. Der Humor, die unbeschwerte Art und der einzigartige Charme von Deep Rock Galactic treten hier weniger in den Vordergrund und wurden durch eine ernstere und reduziertere Präsentation ersetzt. Manche Spieler beschreiben das Spielerlebnis sogar eher als eine Mod oder experimentelle Version denn als ein vollständig ausgereiftes, eigenständiges Spiel.

Die aktuellen Steam-Bewertungen spiegeln daher eine gemischte Resonanz wider. Während einige Spieler das schnellere Kampfsystem, die Roguelite-Struktur und die neuen Klassensysteme schätzen, finden andere, dass das Spiel etwas von dem verloren hat, was den Originalteil so erfolgreich gemacht hat.

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Trotz der Kritik besteht weiterhin Verbesserungspotenzial. Viele der von der Community angesprochenen Punkte – insbesondere Optimierung, Balancing und Koop-Mechaniken – lassen sich durch Updates und Patches verbessern. Werden diese Probleme angemessen angegangen, kann sich das Spiel im Laufe der Zeit zu einem noch besseren Spielerlebnis entwickeln.

Im Moment stellt Deep Rock Galactic: Rogue Core jedoch ein gewagtes, aber umstrittenes Spin-off dar, das versucht, die Formel von Deep Rock Galactic neu zu erfinden, aber mit einer deutlichen Kluft zwischen Anspruch und Umsetzung daherkommt.

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