„Ryse: Son of Rome“ galt ursprünglich als die Xbox-Version von „Assassin’s Creed“
Im Jahr 2013 veröffentlichte Crytek, das vor allem für die „Crysis“-Reihe bekannte Studio, „Ryse: Son of Rome“ – ein ambitioniertes, exklusiv für die Xbox One erschienenes Spiel, das im alten Rom spielt. Damals beeindruckte das Spiel viele Spieler mit seiner realistischen Grafik und seinem brutalen Kampfsystem. Es erhielt jedoch gemischte Kritiken und wurde letztendlich kein finanzieller Erfolg.
Es stellte sich heraus, dass die Entwickler große Ambitionen hatten, „Ryse“ zu einer vollwertigen Spielereihe auszubauen, die schließlich zum „Assassin’s Creed“ der Xbox werden könnte. In einem aktuellen Interview mit IGN verrieten mehrere Mitglieder des Entwicklungsteams – darunter Produktionsdesigner Patrick Hanenberger, Projektmanager Yannick Boucher, Art Director Peter Gornstein und andere –, dass geplante, aber verworfene Fortsetzungen von „Ryse“ die Spieler möglicherweise in eine Wikinger-Umgebung sowie nach Japan, England, Frankreich, Konstantinopel und darüber hinaus geführt haben. Weitere Details aus dem IGN-Interview findet ihr unten:
„Ein Teil der Gespräche drehte sich darum, was den Leuten an ‚Ryse‘ gefiel. War es speziell das Römische oder eher die Geschichte im Allgemeinen? Bleiben wir in Rom oder begeben wir uns in ein anderes Reich?
Ich war total begeistert von der Idee, ein Wikinger-Spiel zu entwickeln. Zum einen waren die Möglichkeiten endlos: Ein Spiel über Wikinger hätte die Spieler auf Raubzüge entlang der englischen und französischen Küsten, an die Küsten Neufundlands und sogar in die Stadt Konstantinopel führen können, wo sie als Leibwächter byzantinischer Kaiser dienten. Außerdem war es Neuland – zumindest damals. Die TV-Serie „Vikings“ auf dem History Channel lief noch in der ersten Staffel, und „Assassin’s Creed Valhalla“ lag noch fast ein Jahrzehnt in der Zukunft. Es wäre großartig gewesen, einen Teil der Geschichte zu erkunden, den viele Menschen noch gar nicht kannten.
Manche hatten das Gefühl, wir hätten gerade erst die Grundlagen für dieses IP gelegt, und nun würden wir schon ein wenig davon abweichen. Viele Leute waren – wenig überraschend – total begeistert von Japan. Aber das ist nicht dasselbe wie von Rom nach Griechenland zu wechseln. Das wäre eine große Abkehr gewesen.“
Im vergangenen Monat gab es zudem Gerüchte, dass „Ryse: Son of Rome“ bald eine remasterte Version erhalten könnte. Seitdem gab es jedoch keine weiteren Neuigkeiten zu diesem Thema, und Crytek hat sich dazu nicht geäußert. Sollte es doch dazu kommen, wer weiß – vielleicht gibt das Publikum dem Spiel eine zweite Chance, und vielleicht sehen wir eines Tages in der Zukunft einen neuen Teil der Reihe.
„Ryse: Son of Rome“ ist jetzt für PC, Xbox One und Xbox Series X/S (über Abwärtskompatibilität) erhältlich.
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