Ubisoft-Aktien stürzen um 34% ab und erreichen nach dem "Reset" ein 15-Jahres-Tief
Ich habe in dieser Woche einen erheblichen Rückgang des Aktienkurses von Ubisoft miterlebt, der eine direkte Folge der Ankündigung des Unternehmens war, einen "Reset" vorzunehmen. Die Entscheidung des Verlegers, zwei Studios zu schließen und sechs Spiele zu streichen, darunter die lang erwartete Neuauflage von Prince of Persia: The Sands of Time, hat den Markt erschüttert. Die Aktie, die sich bereits seit der Pandemie im Abwärtstrend befand, stürzte am Tag nach der Ankündigung um unglaubliche 34% ab und schloss bei mageren 4,06 €. Dies ist der niedrigste Aktienkurs des Unternehmens seit 2011, einem Jahr, in dem das Unternehmen erhebliche finanzielle Verluste verzeichnete.
Nur eine Woche zuvor wurden die Aktien noch mit 6,89 Euro gehandelt, was die heftige Reaktion des Marktes auf die Nachricht verdeutlicht. Die Umstrukturierung und die Stornierung von Spielen haben Ubisoft dazu veranlasst, seine Finanzprognose für das Jahr zu revidieren. Das Unternehmen rechnet nun mit einem Nettoumsatz von rund 1,5 Milliarden Euro, was einer Reduzierung um 330 Millionen Euro gegenüber früheren Prognosen entspricht. Das Unternehmen rechnet außerdem mit einem operativen Verlust von etwa 1 Milliarde Euro für das im Jahr 2026 endende Geschäftsjahr.
Nach Angaben von CNBC fiel der Aktienkurs des Unternehmens am Tag nach der Ankündigung um rund 34%. Dieser starke Rückgang spiegelt die Bedenken der Anleger hinsichtlich der Ausrichtung des Unternehmens und seiner Fähigkeit wider, sich in einem zunehmend wettbewerbsintensiven Markt zurechtzufinden. Die "umfassende organisatorische, operative und Portfolio-Neuausrichtung" ist eine Reaktion auf das, was Ubisoft als "einen anhaltend selektiveren AAA-Markt und eine zunehmend wettbewerbsintensive Shooter-Landschaft" beschreibt. Dieser Schritt zielt darauf ab, die Bemühungen und Ressourcen des Unternehmens auf seine größten Titel und vielversprechendsten Projekte zu konzentrieren. In diesem Zusammenhang wird der Publisher seine Bemühungen auf fünf "Creative Houses" verteilen, die jeweils einen bestimmten Schwerpunkt haben. Dazu gehören die Skalierung von großen Franchises wie Assassin's Creed und Far Cry, die Entwicklung von kompetitiven Shooter-Erlebnissen, die Verwaltung von Live-Service-Spielen, die Schaffung immersiver Fantasy-Welten und die Produktion von Casual- und familienfreundlichen Titeln.
Die Umstrukturierung hat auch zur Verschiebung von sieben nicht näher bezeichneten Spielen geführt, ein Schritt, der sicherstellen soll, dass "verbesserte Qualitätsmaßstäbe vollständig erfüllt werden" und "die langfristige Wertschöpfung maximiert wird". Obwohl dies nicht offiziell bestätigt wurde, wird allgemein angenommen, dass das vieldiskutierte Assassin's Creed Black Flag Resynced unter den verschobenen Titeln ist. Dies hat die Spekulationen und Sorgen von Fans und Investoren weiter angeheizt. Die Stornierungen und Verzögerungen sind Teil eines umfassenderen Kostensenkungsprogramms, mit dem das Unternehmen 500 Millionen Euro einsparen und die Fixkosten bis März 2028 auf 1,25 Milliarden Euro senken will. Im Vergleich dazu liegen die Fixkosten für das Geschäftsjahr bis 2023 bei 1,75 Milliarden Euro. Die Schließung von Studios in Halifax, Neuschottland, und Stockholm sowie Umstrukturierungen an anderen Standorten sind ebenfalls Teil dieser Kosteneinsparungsinitiative. Die Nachricht blieb auch intern nicht ohne Folgen, denn die französische Gewerkschaft der Spieleindustrie Solidaires Informatique hat als Reaktion auf diese "katastrophale" Ankündigung zum Streik aufgerufen.

Die Absage von sechs Projekten, insbesondere des Remakes von Prince of Persia: The Sands of Time, war ein schwerer Schlag für die Fans der Prince of Persia-Reihe. Zusammen mit der Nachricht, dass die Watch Dogs-Franchise angeblich tot ist, haben sich viele über die Zukunft einiger von Ubisofts beliebtesten Serien Gedanken gemacht. Obwohl das Unternehmen erklärt hat, dass diese Neuausrichtung die Gruppe stärken und es ihr ermöglichen wird, sich mit nachhaltigem Wachstum zu erneuern, war die unmittelbare Auswirkung ein signifikanter Vertrauensverlust sowohl bei den Investoren als auch bei der Spielergemeinschaft.
"Das heutige Marktumfeld erfordert, dass die Gruppe ihre Organisation und Arbeitsweise schrittweise ändert", erklärte Yves Guillemot, Gründer und CEO von Ubisoft.
"Die Neuausrichtung des Portfolios wird erhebliche Auswirkungen auf die kurzfristige finanzielle Entwicklung der Gruppe haben, insbesondere in den Geschäftsjahren 2026 und 2027, aber diese Neuausrichtung wird die Gruppe stärken und es ihr ermöglichen, sich mit nachhaltigem Wachstum und robuster Cash-Generierung zu erneuern."
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