Ehemaliger Valve-Autor stellt Führungsstil in Frage, nachdem Epic über 1.000 Stellen abgebaut hat
Die jüngste Entlassungswelle bei Epic Games hat öffentliche Kritik vom ehemaligen Valve-Autor Chet Faliszek hervorgerufen, der sowohl das Ausmaß der Kürzungen als auch die Gründe dafür infrage stellte. Das Unternehmen bestätigte Anfang der Woche, dass es seine Belegschaft um über 1.000 Mitarbeiter reduziert hat, nachdem es nach eigenen Angaben einen Rückgang der Nutzerzahlen für seinen Flaggschifftitel Fortnite verzeichnet hatte.
Die Entlassungen fallen zeitlich mit der geplanten Einstellung mehrerer Fortnite-Projekte zusammen, darunter Rocket Racing, Ballistic und Festival Battle Stage. Ein Entwickler beschrieb den Tag intern als „brutalen Tag“ und sagte, er sei „völlig am Boden zerstört“, was die unmittelbaren menschlichen Auswirkungen der Kürzungen unterstreicht.
Faliszek, bekannt für seine Arbeit bei Valve, reagierte öffentlich in einem TikTok-Video und richtete seine Kritik an Epic-Gründer Tim Sweeney. Er argumentierte, dass die Entlassungen nicht auf den typischen externen finanziellen Druck zurückzuführen seien, der üblicherweise mit börsennotierten Unternehmen einhergeht.
„Es ist ja nicht so, als wären sie ein börsennotiertes Unternehmen. Es besteht keine Notwendigkeit, an die Börse zu gehen. Das ist Tim Sweeney. Das ist Tim.“
— Chet Faliszek
Er hinterfragte, warum Mitarbeiter unter solchen Bedingungen motiviert bleiben sollten, und hob das Fehlen von Aktionärsdruck als entscheidenden Unterschied hervor. Laut Faliszek spiegelt die Entscheidung eher die Prioritäten der Unternehmensführung als unvermeidbare finanzielle Zwänge wider.
Kann mir das jemand erklären? Warum sollte man bei Epic hart arbeiten? Epic hat gerade 1.000 Leute entlassen und will Fortnite Rocket Racing, Ballistic und die Festival Battle Stage – was auch immer das sein soll – einstellen. Wer weiß?
— Chet Faliszek
Faliszek stellte Epics aktuelle Ausrichtung seinen Erfahrungen bei Valve gegenüber, wo Entwickler seiner Aussage nach mehr Handlungsfreiheit und Verantwortung für ihre Arbeit hatten. Er argumentierte, dass dieses Gefühl der Kontrolle sowohl die Produktivität als auch die langfristige Mitarbeiterbindung förderte.
„Ich verstehe nicht, warum man den Menschen diese Handlungsfähigkeit nimmt“, sagte er und fügte hinzu, dass Entwickler weniger Anstrengungen unternehmen würden, wenn sie nicht das Gefühl hätten, dass ihre Arbeit belohnt würde.
In seinen Kommentaren bezog er sich auch auf branchenübliche Praktiken, darunter ähnliche Entlassungen bei anderen großen Publishern wie EA. Er beschrieb ein Muster, bei dem Entwickler erfolgreiche Projekte abliefern, nur um kurz darauf mit Stellenstreichungen konfrontiert zu werden.
„Wenn ich arbeite, dann strenge ich mich auch an. Würde ich das bei Epic tun, wenn sie mich so behandeln und einfach so Leute entlassen? Bei EA ist es genauso. So nach dem Motto: ‚Hey, super gemacht, Battlefield 6 entwickelt, Call of Duty vom Thron gestoßen – hier ist die Kündigung.‘“
— Chet Faliszek
Faliszek betonte, dass Valves Fähigkeit, langjährige Talente, darunter auch Entwickler von Half-Life, zu halten, nicht nur mit finanziellen Anreizen, sondern auch mit einer Unternehmenskultur zusammenhing, die Eigenverantwortung förderte. Er erklärte, die Mitarbeiter blieben, weil sie glaubten, zu etwas beizutragen, das sie mitgestalten und im Laufe der Zeit verbessern konnten.
„Valve hat das verstanden. So entsteht etwas, wo sich die Leute engagieren, hart arbeiten und bleiben, weil sie das Gefühl haben, das, worauf sie aufbauen, zu verbessern, dass sie die Kontrolle darüber haben und es ihnen gehört.“
— Chet Faliszek
Die Entlassungen bei Epic erfolgen zu einem Zeitpunkt, an dem Fortnite nach wie vor einer der bekanntesten Titel der Branche ist, obwohl der jüngste Rückgang der Nutzerzahlen offenbar eine interne Umstrukturierung veranlasst hat. Das Unternehmen hat außerdem seine Monetarisierungsstrategie angepasst und unter anderem die Preise für V-Bucks erhöht.
Faliszek stellte die Frage, ob diese Maßnahmen in Verbindung mit Personalabbau die langfristige Stabilität des Unternehmens und die Motivation der Entwickler gefährden könnten.
„Ich würde ganz sicher nicht in einem Betrieb arbeiten, in dem ich nicht den Eindruck hätte, dass man mich respektiert und dies auch anerkennt.“
— Chet Faliszek

Angesichts des Ausmaßes dieser Kürzungen und des fehlenden externen Drucks sehe ich Zweifel daran, welchen Stellenwert die Führungsebene ihren Mitarbeitern beimisst, insbesondere in Umbruchphasen, in denen über 1.000 Menschen ihren Arbeitsplatz verlieren. Ich denke, die Situation spiegelt die Art von Turbulenzen wider, die die Branche weiterhin prägen, wo Entscheidungen der Führungsspitze schnell sowohl die Existenzgrundlage als auch die Ausrichtung großer Studios verändern können.
Faliszek wies zudem auf den Weggang langjähriger Mitarbeiter von Epic hin und deutete an, dass institutionelles Wissen und Vertrauen schwinden könnten. Er merkte an, dass viele der Personen, die er einst mit dem Unternehmen in Verbindung gebracht hatte, nicht mehr dort tätig seien, was Bedenken hinsichtlich der Kontinuität aufkommen lasse.
Epics Entscheidung, die Belegschaft in diesem Umfang zu reduzieren, reiht das Unternehmen in die Riege mehrerer großer Firmen ein, die in den letzten Jahren ähnliche Schritte unternommen haben, auch wenn Kontext und Begründung sehr unterschiedlich sind.
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