Über 250.000 Gamer haben die Petition gegen Sonys Verzicht auf Discs unterzeichnet – und die Zahl steigt weiter an
Anfang Juli gab Sony eine wichtige Ankündigung zur Zukunft des Unternehmens bekannt, die die Mehrheit der Spieler enttäuschte. Konkret bestätigte das Unternehmen, dass es ab 2028 keine Videospiele mehr auf physischen Datenträgern veröffentlichen wird. Später wurde jedoch klargestellt, dass diese Umstellung nicht auf einen Schlag erfolgen wird, auch wenn der Prozess bereits im Gange und unumkehrbar ist. Dennoch sind die Spieler nicht bereit, aufzugeben, und haben sogar eine Petition an Sony gestartet, in der sie das Unternehmen auffordern, seine Entscheidung zu überdenken.
Es ist höchst unwahrscheinlich, dass Vertreter von Sony auf die Petition reagieren werden; dennoch ist anzumerken, dass sie weiterhin an Popularität gewinnt und immer mehr Unterschriften sammelt. Bislang haben weltweit mehr als 270.000 Spieler sie unterzeichnet, und einige haben zudem ausführliche schriftliche und Video-Antworten eingereicht, in denen sie erläutern, warum es wichtig ist, Spiele auf physischen Datenträgern zu bewahren. Erwähnenswert ist auch, dass die Verfasserin der Petition, Jade Pearce, eine Vertreterin des kanadischen Einzelhändlers PnP Games ist.
Zuvor hatte der Bloomberg-Journalist Jason Schreier seine persönliche Meinung dazu geäußert, warum PlayStation beschlossen hat, keine Spiele mehr auf Discs zu veröffentlichen. Seiner Ansicht nach besteht Sonys größter Fehler darin, dass das Unternehmen den Spielern keine Alternativen angeboten hat – wie beispielsweise Preisnachlässe auf digitale Versionen, verbesserte Rückerstattungsrichtlinien oder eine Option zum „Teilen von Spielen“. Infolgedessen profitiert nur Sony von dieser Entscheidung, die Spieler hingegen nicht. Erwähnenswert ist auch, dass als Reaktion auf Sonys Schritt, die Veröffentlichung physischer Spiele einzustellen, viele PS-Plus-Abonnenten die Kündigung ihrer Abonnements fordern, um „ihrer Stimme Gehör zu verschaffen“.
Unterdessen gab der ehemalige PlayStation-CEO Shawn Layden kürzlich in einem Interview bekannt, dass Sony bereits während seiner Amtszeit erwog, sich von physischen Datenträgern zu verabschieden, da digitale Verkäufe 95% des Unternehmensumsatzes ausmachen. Zuvor hatte er Sony zudem dafür kritisiert, dass es sich weigert, seine Einzelspieler-Titel auf dem PC zu veröffentlichen, und erklärt, dass dem Unternehmen dadurch die Chance entgeht, ein breiteres Publikum zu erreichen.
Auf jeden Fall war dieser Monat für Sony hinsichtlich des Feedbacks der Community sicherlich ein komplizierter. Seine Haltung bleibt jedoch unerschütterlich – das Unternehmen hat keine Ankündigungen gemacht, seine Entscheidung, keine Spiele mehr auf Discs zu veröffentlichen, zu überdenken, und es ist unwahrscheinlich, dass sich daran bald etwas ändern wird.
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