Steam Machine wird durch die anhaltende Speicherkrise teurer
Der Valve- Ingenieur Yazan Aldehayyat erklärte gegenüber PC Gamer, dass die Speicherengpässe, unter denen die PC-Hardware leidet, ihren Höhepunkt noch nicht erreicht hätten und dass Käufer kurz- bis mittelfristig mit weiter steigenden Preisen rechnen müssten. Die Lagerbestände im Einzelhandel liegen derzeit mindestens drei bis sechs Monate hinter den von Valve beobachteten Großhandelslieferungen zurück, sodass die Preiserhöhungen, die bereits in der Lieferkette zu spüren sind, die Verbraucher noch nicht in vollem Umfang erreicht haben.
„Ehrlich gesagt, es wird immer noch schlimmer.“
— Yazan Aldehayyat
Dieser Zeitrahmen deckt sich mit externen Prognosen. Jefferies Equity Research erwartet, dass die Speicherpreise im dritten Quartal 2026 um 40 bis 50 Prozent steigen werden, um weitere 30 bis 40 Prozent im vierten Quartal sowie um 40 bis 45 Prozent im Jahresvergleich bis 2027, wobei für 2028 nur eine moderate Erholung zu erwarten ist, sobald die Produktion wieder aufholt. KI-Rechenzentren kaufen die verfügbaren Bestände auf, und billigeres chinesisches Speichermedium ist noch nicht auf den Markt gekommen. Apple hat aus demselben Grund die Preise für iPad und MacBook bereits um Hunderte von Dollar angehoben.
Die Steam Machine verdeutlicht die Auswirkungen. Sie kam diesen Sommer zum Preis von 1.050 Dollar für das Basismodell auf den Markt – später und teurer, als Valve es gewollt hatte –, und das Unternehmen hat jedes produzierte Gerät ausverkauft, obwohl es nicht so viele herstellen konnte, wie geplant. Griffais sagte, das Studio produziere so viel wie möglich und sei durch die Speicherkapazität eingeschränkt. Laut einem Bericht von Bloomberg erkannte Valve das Lieferproblem bereits knapp eine Woche nach der Ankündigung der Steam Machine im November 2025, und der Engpass war gravierender, als dort irgendjemand erwartet hatte.
Der Preis sollte eigentlich niedriger sein. Valve hatte angestrebt, dass die Steam Machine 30 bis 35 Prozent weniger kosten sollte, womit das Basismodell bei etwa 750 US-Dollar gelegen hätte, bevor die Kosten für die Komponenten den Preis in die Höhe trieben. Griffais erklärte, dass die Summe der einzelnen Teile fast dem Verkaufspreis entspricht, sodass Valve den Preis nicht künstlich in die Höhe treibt. Das Unternehmen lehnte es zudem ab, das Gerät in der Art zu subventionieren, wie Sony und Microsoft Verluste bei Konsolen auffangen – unter anderem, um anderen Herstellern, die SteamOS-Hardware entwickeln, die Tür offen zu halten.

Bild: Steam Machine und Steam-Controller/PC Gamer
Der Großteil der technischen Grundlagen war bereits vorhanden. Nach Angaben von Valve hatte das Steam Deck bereits fast die gesamte Arbeit geleistet, sodass nur noch die diskrete GPU, das VRAM-Management und Raytracing als neue Herausforderungen auf Desktop-Niveau übrig blieben. Diese Herkunft ist auch der Grund, warum Valve es mit einem Nachfolger nicht eilig hat und keine Fortsetzung der Steam Machine nach einem festen Zeitplan angekündigt hat; das Gerät wird vielmehr als PC behandelt, der wie ein PC altert, und nicht als Gerät, das dem Aktualisierungsrhythmus des Steam Decks folgt.
Ich habe darauf gewartet, dass die Preise für PC-Komponenten so weit sinken, dass ein Upgrade meines Laptops Sinn macht, und ein Zeitrahmen bis 2028 ist nicht die Antwort, die ich mir erhofft hatte. Bei den Open-World-Spielen, über die ich berichte, ist das einzige Feature, das mich eher zu einer Steam Machine als zu einer PS5 ziehen würde, die Mod-Unterstützung – die Community-Konfigurationen, die Konsolen niemals zulassen – und bei diesem Preis ist das ein eher schwacher Grund für einen Umstieg. Ich interpretiere Valves Aussage, dass Erfolg nicht an Verkaufszahlen gemessen wird, als ehrliche Darstellung der Tatsache, dass die Leute diese Hardware jahrelang behalten – und nicht als Ausflucht.
Valve sagt, der Erfolg der Steam Machine hänge davon ab, ob sie ein echtes Problem löst – nämlich Open-Source-PC-Gaming im Wohnzimmer –, das das Unternehmen vor mehr als einem Jahrzehnt in Angriff genommen hat, und nicht davon, wie viele Geräte verkauft werden. Aldehayyat geht davon aus, dass sich der Preis auf die eine oder andere Weise einpendeln wird: Entweder sinkt er, oder dieses Niveau wird zur Normalität, falls sich die Krise nicht entspannt. Griffais erklärte, die Verknappung habe die Roadmap nicht verändert und der Support werde noch jahrelang fortgesetzt.
Valve hat zudem auf den naheliegenden Schritt verzichtet, die Markteinführung mit einem Exklusivtitel zu verbinden. Griffais erklärte, dass es kein Modell sei, das Valve gerne verfolge, den Spielort der Nutzer einzuschränken, und dass der gesamte PC-Katalog die Exklusivität zum Start der Konsole darstelle. Diese Offenheit verdeutlicht am deutlichsten, was die Steam Machine leistet, was eine PS5 nicht kann: die gesamte Steam-Bibliothek, Desktop-Apps, Mods und reine PC-Titel ausführen – auch wenn die PS5 im Verhältnis zum Preis die leistungsstärkere Konsole bleibt.
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